Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1022492
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misslrauend, an eine antike Vorstellung 
schiedenem Gehalt sich gebunden hat. 
VOll 
ganz 
VOT- 
Sol-Apollo 
im Aufgang. 
Während in dem ebenßerörterten Bilde des Sünden- 
falls nur ein einzelner Zug aus einer antiken Kunstver- 
stellung benutzt wird, ist im Ganzen aus der Kunst des 
Alterthums herübergenonlinen die Darstellung der Himmel- 
fahrt des Elias, wie sie einigemal auf christlichen Sar- 
kophagen angeordnet ist (s. unten S. 55,  der Prophet 
erhebt sich auf einer Quadriga, unterhalb deren der Jordan 
als Flussgott personiiicirt erscheint. 
Diese Gruppe nehmlich ist augenscheinlich einer Vor- 
stellung des Sonnenaufyaizgs nachgebildet, wie man sie 
öfter in antiken Bildwerken sieht: Helios erscheint auf 
einem mit vier sich emporhebenden Pferden bespannten 
Wagen, unter denen die Personification des Ocean wahr- 
genommen wird. S0 findet sich die Vorstellung auf einem 
mehrmals wiederholten Basrelief in dem Pio-Clementinischen 
Museum 1), und auf dem berühmten mithrischen Basrelief 
(mit der Inschrift Nama Sebesio) aus der Villa Borghese 
im Louvre 2). Wahrscheinlich dieselbe Composition findet 
sich auch auf einem Belief dieser Villa, so wie auf dem 
Deckel eines Sarkophags, der in die ersten Zeiten des 
dritten Jahrhunderts gesetzt wird, in der Kirche S. Lorenzo 
fuori le mura zu Rom 3). Gleichfalls dieselbe Composition, 
nur mit dem Unterschied, dass statt des Ocean die Erde 
mit dem Füllhorn vorgestellt ist, über welcher der Sonnen- 
und 
 Bei Visconti Mus. Pio-Clenx. T. IV. PI. XVIII. 
lesi I. c. Tav. LXV. 
2) Bouillon Musöe des Antiq. T. III. Basreliefs P1. 
3) Platner Beschreib. Roms III, 3. S. 246. III, 2. 
Pisto-
        

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