Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1022405
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der Technik, die ohnehin aus der antiken Kunst in die 
christliche sich hineinzieht,  der andere Fall beweisct 
ein Eingehen in den Geist der Antike, dessen Wehen die 
erstarrte Kunst des Mittelalters wieder belebte. 
christlichen 
Alterthu 
die 
Ich finde zwei oder drei antike Vorstellungen, die für 
altchrislliche Kunst diese. typische Bedeutung haben. 
Der 
B u u m 
mit 
dem 
Drachen. 
i. Das lrühesle Ereigniss der biblischen Geschichte, 
das die altehristliche Kunst zum Vorwurf sich genommen 
hat, ist der Sündenfall: denn die Darstellung dCPSCllÖpfllllgS- 
gesehiehte gehört einer spatern Zeit an. Der Sündenfall 
aber ist nicht selten in Sarkophagreliels und Wandge- 
mälden der Katakomheil gebildet, wo er eine so natür- 
liche Stelle halle, nach dem Wort des Apostels: „Dureh 
Einen Menschen ist die Sünde gekommen in die Welt 
und der Ted durch die Sünde, und ist also der Ted zu 
allen Menschen durehgedrungen, (lieweil sie alle ge- 
sündig-et haben."  In der Regel sind Adam und Eva 
vorgestellt zu beiden Seiten eines Baumes, mit oder ohne 
Früchte, um dessen Stamm eine Schlange sich empor 
windet 1),  zuweilen fehlt auch die Schlange 2):  
eine Besonderheit ist es in einem Wandgemälde des 
 In Sarkophagreliefs: Bottari T. I. Tav. XXXI. (auf dem 
Sarkophag des Junius Bassus, Ibid. Tav. XV., ist in derselben 
Scene auch schon die Bestrafung angedeutet). In Wzuulgemälden: 
Ibid. T. II. Tav. LX. CXXIII. CXXIX. T. III. Tav. CXLV. 
CXLVIII. 
2) Bottari T. I. Tav. XXXVII. XL. T. II. Tav. CXXVI.
        

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