Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1022383
Erster 
Abschnitt. 
Die 
historisch  mythologischen Vorstellungen 
typischer Bedeutung. 
V01] 
Formelle 
und 
materielle 
TYPßn. 
Wenn von mythologischen Typen die Rede ist, welche 
die christliche Kunst aus dem heidnischen Alterthume her- 
übergenommen habe; so können streng genommen nur 
solche Typen gemeint sein, in denen die Idee, welche 
in der Kunstvorstellung ausgeprägt ist, dafür angesehen 
wird, in das Christenthum hinüberzilweisen, mit einer 
christlichen Idee sich zu decken;  so dass die heidnische 
Kunstvorstellung ihrem Inhalte nach als Vorstufe und Vor- 
bild für einen Gegenstand des christlichen Bekenntnisses 
erscheint. 
Von diesen sind solche mythologische Kunstvorstel- 
lungen zu unterscheiden, von denen man, indem sie von 
der christlichen Kunst angeeignet wurden, mit Beseitigung 
ihres heidnischen Inhalts nur die Form beibehalten hat. 
Solchen formellen Typen kommt dann ein mythologischer 
Charakter nicht mehr zu, da das Typische nur in der 
antiken Composition liegt, die zum Träger einer christ- 
lichen Idee geworden. 
Daher kann von den letztgenannten Typen nur ein- 
leitender Weise hier die Rede sein.
        

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