Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1028183
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sieht man bei ihr ein Rind 1) oder eine Schlange, die sie 
auch in der Hand hältz), zuweilen ein Meerungeheuer 3), 
falls nicht die von diesem begleitete Figur für eine 
Meergöttin zu nehmen ist. 
Diese Attribute sind auch dann noch bezeichnend, 
wenn die Erde nicht mehr als Gottheit, sondern nur als 
Personification (wie es später schon in heidnischer Zeit 
geschah) aufgefasst und dargestellt wurde. Und so ist 
diese Darstellung auch auf die altchristliehe Kunst über- 
gegangen aus zwiefacher Veranlassung. 
Füllhorn, neben ihr zwei nackte Knaben, der eine mit zwei 
Aehren in der Hand; Eckhel Pierr. grav. Pl. I. Auf dem 
florentinischen Sarkophag mit dem Raub der Proserpina hält 
sie im rechten Arm ein Füllhorn und legt die linke Hand auf 
einen Korb mit Blumen, der von zwei Kindern umgeben ist, 
das eine geilügelt; Gori Inscr. Etrur. P.III. Tab. 26. Welcker 
a. a. O. S. 56.  Mit drei Kindern sieht man sie auf dem 
Sarkophag mit dem Fall des Phaeton in Villa Borghese, s. oben 
S. 50. Anm. 4. 
1) Auf einer silbernen Schaale mit Darstellung des Germanicus als 
Triptolemus im Museum zu Wien, Monum. ined. dall" Instit. 
archeol. Vol. III. Tav. IV; auf einem Sarkophag mit dem Raub 
der Proserpina im Pio-Clementinischen Museum, Visconti Mus. 
P. C1. T. V. Pl. V; auf einem Sarkophag mit dem Urtlieil des 
Paris in der Villa Medici, O. Jahn in d. Berichten über die 
Verhandl. der K. Sachs. Gesellsch. der Wiss. 1849. Phil. Hist. 
Kl. S. 63. Taf. IV, 1. 
z) Giia, hinter deren Brust eine Schlange sich erhebt, auf einem 
Sarkophag mit dem Raub der Proserpina im Palast Barberini; 
Weleker a. a. O. S. 41. Gaa mit einer Schlange in der 
Hand auf einem Endymionrelief aus Ostia in England; Ger- 
hard Ant. Bildw. Taf. 86. (S. 279.) O. Jahn Archäol. Beitr. 
S. 60. 
3) Auf einem Eildymionrelief im Klosterhof von S. Paolo zu Rom  
und einem Belief mit Vulcans Fall aus dem Himmel im Museum 
zu Berlin, Gerhard Ant. Bildw. S. 284. Taf. 39. S. 321. 
Taf. 81, 6;  beides nach der Erklärung von Stark l. c. p. 39.
        

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