Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1034579
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Gregors XIII.  und Sixtus V 2).  Hingegen verein- 
zelt ist die Vorstellung der Liberalitas, wie sie auf Mün- 
zen Hadriaifs 3) und ferner auf Kaisermünzen hauiig vor- 
kommt, als einer Frau, welche ein Füllhorn mit Geld 
ausschüttet, auf einer Münze Leo's Xß); und der Spes, 
welche in der Rechten eine Blume hält, mit der Linken 
das Gewand in die Höhe zieht, wie sie auf römischen 
Münzen zuerst des Claudius 5) und andern Denkmälern 
des Alterthums gebildet ist 6), auf einer Münze Paul's IVJ) 
2. Auch in Kunstwerken von grösseren Dimensionen 
ist die Persouiiication von Eigenschaften und Zuständen 
in diesem Jahrhundert ganz gewöhnlich, deren wir hier 
schliesslich noch gedenken. Eine Hilaritas von der Hand 
des lVlontorsoli war mit andern Statuen bei dem festlichen 
Empfang aufgestellt, mit dem Kaiser Karl V. im J. 1536 
zu Florenz bewillkommnet wurde S).  Für denselben 
Zweck war von Tribolo die Friedensgöttin gebildet, eine 
fünf Ellen hohe Statue, die in der einen Hand einen Oel- 
zweig, in der andern eine brennende Fackel an einen 
Haufen Waffen hielt, auf dem Postament las man die 
Worte: Fiat pax in virtute tua 9); ein Gemälde aber dieser 
Göttin findet sich unter den Malereien des Francesco de' 
Salviati im kleinen Audienzsaal des Palazzo vecchio zu 
 Ibltl. zu p. 323. n. VII. VIII. 
2) lbid. zu p. 381. n. V. Ein Exempl. in Bronze ist in dersel- 
ben Samml. 
s) Eckhel Doctr. numm. T. VI. p. 504 sq. 
4) Bonanni 1- c- P- 163- I1. V. Ein Exempl. in Silber ist in der 
II. Samml. zu Berlin; zwei Exempl. von verschiedener Grösäc 
in der Goethcfschen Sannnl. Th. II. S. 79. n. 240. 241.  
5) Eckhel I. c. p. 238. 
ü) I'Iirt Bilderbuch S. 100 f. 
7) Bonanni l. c. zu p. 263. n. XIII. 
B) S. oben S. 552. 
i") Vasari Leben der Maler Th. IV. S. 68 f.
        

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