Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1034503
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in grossen Buchstaben zu lesen ist), nach Lambeks wahr- 
scheinlicher Vermuthung die Tochter des Olybrius und 
der Placidia und durch diese eine Enkelin Valentiniaifs Ill, 
welche unter den Kaisern Anastasius und Justin I. blühte 
und zu Anfang der Regierung Justinian's gestorben ist. 
Zu ihren Füssen stehen zwei Scheffel, ein Zeichen ihrer 
Freigebigkeit im Getraidespenden; zu beiden Seiten zwei 
weibliche Figuren, die Seelengrössc(Meyozlolpzrxfa), welche 
einen Haufen Goldstücke sehen lässt, und die Klugheit 
(fbgövoymg) mit einem Buch in der Hand. Zur Rechten 
der Juliana, vor der Figur der Seelengrösse, steht ein 
nackter geflügelter Knabe, welcher der Juliana ein auf- 
geschlagenes Buch hinhält, der Genius der Weisheit 
(11690; m7; GOCIIÜXC xtiouov), und vor diesem am Fuss 
des Thrones kniet eine weibliche Figur, die Dankbarkeit 
(Ezixagrdria, die Buchstaben des folgenden Wortes sind 
verwischt). Rings in den acht Feldern des Umfangs sieht 
man Genien, welche die verschiedenen Künste treiben 1). 
Die andere Handschrift ist der mehrerwähnte wiener 
Codex der Genesis 2) mit einer ethischen Personification, 
die um so mehr hervorzuheben ist, da sie hier zum 
erstenmal in eine Scene von eigenthümlich christlichem 
Gehalt eintrittf Es ist dies das merkwürdige Gemälde 
der Vertreibung aus dem Paradiese 3), wo man zuerst 
den Baum mit der Schlange, Adam und Eva und den 
Cherub mit dem feurigen Bade sieht; dann noch einmal 
Adam und Eva und hinter ihnen ein Weib in einem 
blauen und purpurnen Gewande. Was bedeutet dasselbe? 
1) S. oben Th. I. S. 357. 
2) Derselbe ist zuletzt wegen der Qm 
oben S. 502. 
a) Abgebildet, bei Lambec. Comment. 
Tab. II. 
der 
Quellnymphen 
vorgekommen, 
Lib. 
III. 
ed. Kollar.
        

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