Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1034492
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geistiger und sittlicher Eigenschaften 1). Das erste 2) 
giebt gleichsam einen Typus dieses medicinisch-b0tani- 
schen Werks: die Einfassung bilden auf der linken Seite 
eine rothe Schlange (dem; (poiwdda), auf der rechten 
Seite zwei Vipern (sägt; xui äydva); das Bild selbst 
zeigt zwei sitzende Männer, einen Künstler und einen 
Naturforscher, der letztere ist laut der UehersclnriftDios- 
corides selbst,  der eine malt, der andere beschreibt 
eine wundersame Pflanze von menschenähnlicher Gestalt, 
die schwarze Mandragora, welche von einer in der Mitte 
stehenden weiblichen Person gehalten und ihnen gezeigt 
wird: nach der Inschrift ist dies die Erfindung (Eiigsatg); 
Das andere Gemälde 3) stellt in der Mitte auf einem 
Thron sitzend die Juliana dar (deren Name rings umher 
 Die Handschrift des Dioscorides in der K. Bibliothek zuMünchen 
(Cimel. 15.) aus dem achten Jahrhundert, die ich 1846 einge- 
sehen haben, enthält diese Malereien nicht. 
2) Abgebild. bei Lambec. Comment. Lib. II. zu p. 216. ed. Kollar. 
d'Agincourt Pitt. TawnXXVI, 2. Visconti Ie0n0gr.Gr.T.l. 
p. 423. PLXXXVI.  Auf einem andern Gemälde ist ebenfalls 
die Einsen; vorgestellt, welche dem Dioscorides jene Pflanze 
zeigt, bei Lambec. l. c. zu p. 211. 
3) Abgebild. bei Lambec. l. c. zu p. 220. du Gange De infer. 
aevi numism. S. Vlll. Tab. ll. hinter s. Glossar. med. et inlim. 
Latin. zuerst Par. 1678. und besonders Rom. 1755. (die Neben- 
liguren sind in der Zeichnung umgestellt). Montfaueon Pa- 
laengr. Gr. zu p. 203. vergl. p. 10. d'_Agine0urt Pitt. Tav. 
XXVI, 1. (verkleinert).  Eine auffallende Unkunde trügt Pas- 
seri zur Schau, der in s. Expesit. in lllonum. sacr. eburn. u 
Gorie ad Thes. vet. diptych. P. IV. reservata 1759. p. 60, 
Tab. XIX. jene Tafel aus du Gange aufgenommen hat, die er 
namenlos unter G0ri's Papieren gefunden, wobei er bemerkt, 
er wisse ganz und gar nicht, woher das Bild genommen sei und 
ob es zu einem Gemälde oder einem Sculpturwerls gehöre.  
Der Persnnilicationen in diesem Gemälde gedenkt Schnaase 
(iesch. der bildenden Künste Bd. III. S. 219.
        

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