Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1034469
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apfel) haltend,  einigemal mit dem Nimbus um das 
Haupt 1). Diese Figur hat man für eine Personiiicatioxi 
der christlichen Religion erklärt 2): ein Stern, der unter- 
halb der Kugel bemerkt wird, soll den himmlischen Ur- 
sprung dieser Religion bedeuten und ihre Flügel sollen 
ein Zeichen der Baschheit ihrer Eroberungen sein, auch 
anzeigen, dass sie vom Himmel kommt. Allein zu dieser 
Figur, die sich gerade so als Bild der Vietoria auf gleich- 
zeitigen Münzen Justinian's findet, gehört die Umschrift 
VICTORIA AUGGG; auch kommt auf Münzen eben die- 
ses fränkischen Königs eine geflügelte Figur, von vorne 
und von der Seite mit einem Kranz in der Hand, vor, 
die man nicht umhin gekonnt hat, für die Victoria zu 
erkennen 3). S0 wird auch die erstere Figur dafür gelten 
müssen.  
2. Die ältesten Kunstdenkmäler, die sicher hier in 
Betracht kommen, sind oonstantinisehe Münzen und später 
einige Miniaturbilder. 
Es ist erstens auf einer Münze der Theodora, der 
zweiten Gemahlin des Constantius Chlorus nach der Ver- 
istossung der Helena seit 292 nach Chr., unter der Auf- 
sehrilt PIETAS ROMANA die Mutterliebe vorgestellt als 
eine stehende weibliche Figur, die ein Kind säugtil),  
und auf einer Münze der Helena, seiner ersten Gemahlin 
und Mutter Constantims des Gr., von dem sie später auch 
den Titel Augusta erhielt  328), unter der Aufschrift 
PAX PUBLICA die Friedensgöttin als eine stehende weib- 
 S. oben Th. I. S. 185. 
2) Voillemier in der Revue numismat. 1841. p. 117. (zweimaL) 
Er schwankt aber und spricht auch von einem Engel oder 
Genius p._ 118. 120. Vergl. die in der vorigen Anm. angef. St. 
A. 3. 
a) Ibid. p. 121 (viermal). 122; s. auch p. 119. 
4) Eckhel Doctr. numm. T. VIII. p. 34.
        

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