Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1034451
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sig Zsü; Evigoemg häufig vor, zumal auf Gemmen ; bekannt 
ist auch das Orakel des Apollo 1): 
d; 2613;, eig Midqg, Jg Hliög 56m Evigaqug. 
Und auch ohne Benennung, ohne einen Eigennamen der 
Gottheit findet sich die Beschwörung: rdv 5m am xai 
udvmß äsdv, mf um) äzpy auf einem wahrscheinlich heid- 
nischen Grabmal, da es die Aufschrift Oßoig) Kmragg- 
äoviovg) hat z). Andererseits fehlt jenem Jaspis jedes 
eigenthümlich christliche Zeichen,  wie solches dagegen 
derselben Inschrift auf einem ehernen Siegel aus Aegypten, 
im Leydener Museum 3), beigefügt ist: 
E 1 C (9 
X4) E 0 C 
dg Üeög Xgmräg. Ich möchte ihn deshalb lieber für ein 
Zeugniss des die Gedanken des Christenthums vor- und 
nachbildenden Heidenthums, als des auf die Kunstver- 
stellungen des Heidenthums zuriicksehenden Christenthums 
halten. 
Endlich sind hier noch einige Goldmünzen des frän- 
kischen Königs Theodebert I. (534-548) zu erwähnen, 
auf deren Rückseite eine geflügelte Figur erscheint, be- 
kleidet, von vorne, mit der Rechten ein langes Kreuz, 
auf der Linken eine Kugel mit dem Kreuz (den Reichs- 
 Lobeck Aglaoph. I. p. 462. 
2) Oderi ci De argenb. Orcitorigis nummo p. 84. Jedoch ist diese 
Inschrift wegen des darüberstehenden 0. K. nicht nothwendig 
für heidnisch zu nehmen, da das Dis IIIanibus auch in christ- 
lichen Inschriften sich lindet (s. oben Th. I. S. 197  Uebri- 
gens hält auch Marini Fratr. Arv. p. 633. die Inschrift für 
heidnisch.  
a) Janssen Musei Lugd. Bat. Inscript. p. 63., 7. 
4) In der Inschrift selbst ist die Form des Munogramms das P mit. 
einem Querstrich; die obige Form ist nur des Druckes wegen 
an die Stelle gesetzt.
        

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