Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1034405
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Q. 58. Von den ethischnnythologischen Vor- 
stellungcln der christlichun Kunst. 
Gegenüber der Darstellung von Naturerscheinztngen 
als persönlichen Wesen, welche in der antiken Kunst 
herrschend war und das ganze Mittelalter hindurch sich 
erhalten hat (wie bisher in diesem Theil gezeigt ist), 
sind endlich auch Erscheinungen des menschlichen Lebens, 
menschliche Eigenschaften, Zustände und Institutionen in 
persönlicher Auffassung Gegenstand der bildenden Kunst 
geworden. 
Wenn aber die Kunstvorstellungen der ersteren Art 
den Charakter der Vergeistigung des Sinnlichen haben, so 
entsprechen die letzteren wieder der Richtung der christ- 
lichen Kunst auf die Versimzlichuug des Geistigen, die von 
Anbeginn sie beherrscht, indem sie geschichtlich zu Werke 
ging, Ereignisse und Gedanken der Offenbarung dem 
Auge verführt, aber auch Vorstellungen des Heidenthums, 
die eine gesehichtlich-mythologische Bedeutung hatten, 
berücksichtigt (vergl. oben S.  
Eine solche Bedeutung haben die ethischen Kunst- 
vorstellungen weniger gehabt, an denen das heidnische 
Alterthum ebenfalls so reich gewesen ist. Sie hatten 
dort allerdings einen mythologischen Hintergrund. Denn
        

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