Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1034209
658 
Seit 
den: 
siebenzehmen 
Jahrhundert. 
Noch weiter verbreitet sich die Vorstellung von per- 
sonificirten Städten und Ländern in der Folgezeit, so 
dass sie vom 17. Jahrhundert bis auf die Gegenwart eine 
reiche Geschichte erlangt,  insbesondere durch Münzen 
und Medaillen. Um dieses fortgehenden Interesse willen 
wollen wir nicht unterlassen, wenigstens die Hauptgruppen 
der letztern, wie sie theils nach den Ländern und Zeiten, 
theils nach den Gegenständen sich aussondern, kenntlich 
zu machen, um dann noch von den wichtigem Werken 
monumentaler Bedeutung, besonders der neuesten Zeit, 
Rechenschaft zu geben. 
1. Zunächst reihen sich an die eben beschriebene 
Folge die Münzen italienischer Staaten, welche vornehm- 
lich die Figur der Roma und der Venetia darbieten. 
Was die letztere betrifft; so tritt dieselbe zu Anfang des 
17. Jahrhunderts auf venetianischen Münzen an die Stelle 
eines andern Typus ihrer Vorderseite, der seit dem l4ten 
Jahrhundert geherrscht hat, nehmlich des heiligen Mareus, 
der dem knieenden Dogen die Fahne übergiebt: das ist 
auch noch das Gepräge auf einem Doppelducato des Do- 
gen Leonardo Donato (1605-1612) 1) ; ein Ossello aber 
desselben Dogen vom J. 1607 zeigt die knieende Venetia, 
welcher der sitzende heilige Marcus das Schwerdt und 
die Waage überreichtz); wogegen auf einem Ossello des 
Antonius Prioli vom J. 1621 die sitzende Venetia dem 
vor ihr knieenden Dogen die Dogenkrone überreicht 3). 
Später hat es bei dem sitzenden Marcus und dem knieen- 
den Dogen sein Bewenden.  Inzwischen kommt einmal 
1) Beichelsche Münzsamml. in Petersb. 
2) Ebendas. S. 423. n. 2916. 
3) Ebendas. S. 425. n. 2929. 
2912. 
422.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.