Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1034059
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den Seiten aus ihrem Munde; zur Seite standen Petrus 
und Paulus in betender Stellung.  Durch ein anderes 
Gemälde an- der Aussenwand der Kirche S. Angiolo in 
Pescheria deutete er auf die Nähe der Errettung hin 1). 
In der linken Ecke war ein grosses Feuer, worin Könige 
und Leute aus dem Volk todt und lebendig brannten,  
darin auch die Boma als eine altliche Frau, welche auf 
zwei Seiten durch die Hitze ganz geschwärzt schien, nur 
die dritte Seite war unverletzt. In der gegenüberstehen- 
den Ecke war eine Kirche, daraus kam ein Engel in 
weissem Gewande, in der Rechten hielt er ein entblösstes 
Schwerdt, mit der Linken ergriff er jene Frau, um sie 
aus der Gefahr zu befreien. Auf der Höhe des Glocken- 
thurms standen S. Peter und S. Paul und sprachen: Engel, 
Engel, hilf derjenigen, welche uns beherbergt. Oben in 
der Höhe, wo der Himmel war, sah man eine schöne 
weisse Taube, welche in ihrem Schnabel einen Myrthen- 
kranz hielt, den sie einem kleinen Vogel übergab, der 
die Falken und Raubvögel von dem Himmel weg in das 
Feuer jagte, und dann jener alten Frau den Kranz auf- 
setzte. Daneben war die Inschrift: Ich sehe die Zeit der 
grossen Gerechtigkeit, und du erwarte die Zeit. Das 
Volk, welches vor der Kirche zusammenströmte, betrachtete 
das Bild, einige sagten: um den Zustand R0m's zu bes- 
sern, ist etwas Anderes nöthig, als Bilder; andere spra- 
chen: das ist ein grosses Ding und von grosser Be- 
deutung. 
2. An diese weltlichen Bilder reiht sich eine An- 
zahl kirchlicher Denkmäler vom 14- 16. Jahrhundert, 
welche zumal Städte, auch Provinzen persönlich vor 
Augen stellen. Das älteste ist in der Ahteikirche von 
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Pupen- 
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