Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1033871
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mahlin seines Neffen und Nachfolgers Justin II., verferti- 
gen liess (eine toga picta), aus Purpur mit Gold gestickt 
und mit Edelsteinen besetzt 1): es "war darin die ganze 
Folge seiner Thaten abgebildet,  er selbst mitten in 
seinem Palast, siegreich auf den Hals des Vandalenkönigs 
tretend: dabei die Libya (oder Africa) frohlockend und 
Früchte und Lorbeer bringend, als Zeichen der Zufuhr 
und des Triumphs; auch die alte Boma in Amazonen- 
trachtß), die Arme ausstreckend.  
6. Wir kommen jetzt zu der andern Klasse von 
Denkmälern 3), Sculpturen und Miniaturen, welche in 
eigenthümlich christlichen, namentlich biblischen Scenen 
die personilioirten Bilder von Ländern oder Städten ent- 
halten.  
Unter den altchristlichen Scnlptmwerken sind dies 
nur drei Sarkophage, zu Rom, Arles undüiix, deren 
Reliefs den Durchgang durch das rothe Meer "abbilden, 
dabei auch den Meergctt,  in welcher Beziehung sie 
früher nachgewiesen sind 4). Von diesen zeigt der zu 
Aix im Vordergrunde auf der Seite der Aegypter eine 
weibliche Figur, welche den linken Arm auf einen Frucht- 
korb stützt: das ist das Land Aegypten. Auf den bei- 
den andern Sarkophagen zu Rom und Arles sind an der- 
Selben Stelle zwei weibliche Figuren,  in dem erstern 
Relief ohne Kennzeichen, in dem andern ebenfalls den 
linken Arm auf einen Fruchtkorb stützend: wahrschein- 
lich bedeuten dieselben, die eine das Land Aegypten, 
 Corippus De laudibus Justini II. Lib. I. v. 276-293. esl. 
Bonn. p. 173 sq.  
a) lbid. v. 289: (Romam) emserto et nudam gestrmtevn pectore 
mammmn.  
S) Vergl. vorhin S. 607. 
4) S. oben s. 503 r.  
Piver, Mythnl 
Symbol. 
chr- 
Kunst. 
40
        

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