Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1033757
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Orient 1), wie derselbe auch auf Münzen des Valerian 
und Gallien mit der Umschrift Restitutori Orientis in 
weiblicher Gestalt mit einer Strahlenkrone gebildet ist 1), 
und wie die Fackel das Attribut des Orient und Occident 
(livaroloj und Aüdßg) ist, die in Gestalt des Sol mit 
der Strahlenkrone und der Luna mit der Sichel auf einem 
Erzmedaillon wahrscheinlich aus Sardes aus der Zeit des 
Marc Aurel vorgestellt sind 3). 
Diesem Zeitalter, insbesondere der Mitte des vierten 
und dem Anfang des fünften Jahrhunderts, gehören noch 
andere Denkmäler mit den Bildern von Städten und Län- 
dern an, die vorzügliche Beachtung verdienen. Zuerst 
ein berühmter geschnittener Stein, der Sapphir des Con- 
stantius, ehemals im Besitz des Marchese Binuccini in 
Florenz 4), auf welchem dieser Kaiser vorgestellt ist, wie 
 Eckhel Ms. bei Steinbüchel l. c. p. 13-15. erklärt diese Fi- 
gur für die Tyche einer Stadt und zwar von Antiochien (das 
Ganze soll die Ankunft des Kaisers daselbst vorstellen), und die 
Fackel aus der Sitte, dass den Kaisern als Zeichen der Gött- 
lichkeil, das heilige Feuer vorgetragen wurde,  s. dagegen 
Steinbüchel l. c. p. 22., der die beiden folgenden Nach- 
weisungen giebt. 
2) Banduri Numism. inlp. Rom. T. I. p. 110. 124. 
3) Im K. Münzkab. zu Wien, abgebild. bei Steinbüehel l. c. 
p. 23. P1. II, 3. 
4) Abgebild. bei du Gange De inferior. aevi numism. Tab. II. in 
seiner natürlichen Grösse und in dreimaliger Vergrösserung auf 
dem Titelblatt und p. 165., vergl. p. 90. und die Abhandlung von 
Marq. Freher über diese Gemme Ibid. p. 157-165. Ferner 
bei Banduri Numism. imper. Rom. T. II. p. 229. und vergrössert 
bei Tanini Supplem. ad Bandur. auf dem Titelblatt und Tab. XII. 
s. dazu p. 304-306. Die erstgenannte Abbildung aus du Cange 
ist übergegangen in Passeri In monum. sacr. eburn. a Gorio 
ad Thes. vet. diptych. P. IV. reservat. Exposit. p. 59. Tab. XIX., 
ohne dass Passeri gewusst hat, woher sie stammt (s. unten 
S. 58. zu dem Miniaturbild aus Dioscorides). Endlich in kleinerem
        

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