Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1033463
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Es wurden aber in solchen Inschriften die römischen 
Kaiser mit Beinamen gepriesen, die wenn etwa der Haupt- 
name erloschen war, von den Christen leicht auf den 
Erlöser bezogen werden konnten,  wie namentlich 
Hadrian als 386g, adegyärqg 1), als owmjg am? xöauov 2) 
oder awmjg m]; olxoiwävqgß und mit dem auch sonst 
geläufigen "Ausdruck als eramig zwei süegyärqü). Es ist 
um so glaublicher, dass wirklich eine Inschrift mit der 
letztern Bezeichnung jene Deutung hervorgerufen habe, 
da beide Prädikate auch in dem Bericht des Eusebius 
hervorgehoben werden, der auf die heidnische Sitte in 
solcher Weise die owmfgoe; zu ehren sich beruft und das 
sdsgyervyfivfvoet nQög 1017 salzige; afpzßil als Grund der 
Errichtung des Monuments angiebt. 
 Auf einer Basis im Olympieum zu Athen von der Stadt Ceramus 
in Carien, bei Boeekh C. I. T. I. n. 337: 92611 Mdgmudv 
16V {Juni eüsgyätnu etc.  Die Cyzikener nannten ihn den drei- 
zehnten Gott, naehSoerates Hist. eccles. Lib. III. e. 23. extr. 
z) Zu Athene von der Stadt Anemurium in Cilicien, bei Boeekh 
l. c. n. 334: zu Phaselis in Lycien von den Städten Limyra und 
Lamia, welche wegen seiner Ankunft ihm Statuen errichteten, 
bei Boeek h et Franz C. I. T. III. n. 4335. 4337. Ehendas. 
n. 4335. wird er von der Stadt Phaselis selbst gepriesen als 
 munig 1017 aülunazfzo; zdquov zal 117g nrrrgicfog njg (Prwnllmüv. 
 So heisst schon Augustus 1n1uzrli.s'er2:ut0i' bei Propert. 
Eleg. Lib. IV. eleg. 6. v. 37. 
"l Auf einer Tafel in der Stadt Attalia in Pamphylien bei Boeckh 
et Franz C. I. T. III. n. 4339. Dasselbe Prädikat wird schon 
dem Nero gegeben auf einem Grosserz bei Eckhel Doctr. 
numm. T. VI. p. 278. 
4) Auf einer Basis zu Athen von der Stadt Aegina, bei Boeck h 
C. I. T. l. n. 332; auf einem Altar zu dlilet, Ihid. T. II. n. 
2877.  Eine Inschrift der Milesier im Olympieum zu Athen 
feiert ihn als zriany; zu) eüzgyämg, lbid. T. I. n. 339. Häufi- 
ger wird er bezeichnet als acunig zai zririrn; in den Inschriften 
zu Athen, lbid. n. 323. 324. 326. 327. 329-331. 343.
        

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