Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1033300
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Kampfspiele zu Ehren der Tyehe, die grossen Tycheia, 
wurden zu Lampsaeus gefeiert l). Noch erhalten ist zu 
Aere, neun Stunden südlich von Damascus, ein Tempel 
der Tyche mit Insehriften 2), worin auch eine Statue 
derselben erwähnt wird. Von den Heiligthümern der 
Tyche in einigen andern kleinasiatischen Städten und 
zumal in Constantinopel wird weiterhin im Zusammen- 
hang der christlichen Ueberlieferung die Rede sein 3).  
Weit über alle jene Stadtgöttinnen erhob sich mit der 
wachsenden Weltherrschaft Rom's die Bedeutung und 
der Cultus der Roma: ihren ersten Tempel erhielt sie 
zu Smyrna, im J. 196 vor Chr. 4), bald darauf zu 
Alabanda einen Tempel und jährliche Spiele 5). Zur Zeit 
des Augustus wurden ihr mit dem Kaiser (da er allein 
einen Tempel nicht annehmenawollte) in allen Provinzen 
Tempel errichtetß). Noch stehen mit dieser doppelten 
Palästina gegeben, sofern dort die Nyssa, deren Opferung durch 
die Iphigenia erfolgt sein soll, als Tyche der Stadt verehrt zu 
sein scheint, nach Malal. Chronogr. Lib. V. ed. Ox. I. p.177. 
ed. Bonn. p. 139. 
 Boeckh C. I. T. II. n. 3644. 
2) Boeckh et Franz C. I. T. III. n. 4554-4557. p. 247 sqq. 
a) Hier sei noch eine Widmung an die Tyche von Myra in Lycien 
mit einem Reliefbilde derselben, so wie an die Tyche von Neapel 
erwähnt, Ibid. n. 4303. b. 5792-. 
4) Tacit. Ann. Lib. IV. c. 56. Auch in einer Inschrift zu Smyrna 
unter Nero kommt die 92:2 Puiun wahrscheinlich zusammen mit 
dem Kaiser vor, Boeckh C. I. T. II. n. 3187. v. 4. 
b) Liv. Hist. Lib. XLIII. c. 6. 
6) Sueton. August. c. 52. Zuerst in Pergamum, Tacit. Ann. 
Lib. IV. c. 37. vergl. Eckhel Doctr. numm. T. II. p. 466. 
T. VI. p. 100 sq.; eine Silbermünze daselbst unter Claudius ge- 
prägt mit der Ansicht des Tempels, Worin die Roma und Augustus 
stehen, ist in der K. Samml. zu Berlin unter den ausgelegten 
M. n. 749. s. Pinder Die K. Sammlung antiker Münzen in 
Berlin S. 153. Ferner zu Nysa in Carieu und Cyme in Mysien,
        

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