Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1033226
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begonnen, aber zur Verherrlichung der Siege über Na- 
poleon ausgeführt und 1838 eröffnet ist: derselbe enthält 
zunächst der Plattform, auf welcher das eherue Bild der 
Friedensgöttin umgeben von Victorien erscheint, die vier 
Flüsse des lombardisch-venetianischen Königreichs in kolos- 
salen halbliegenden Gestalten; der Tessin und der P0 
sind von Cacciatori, der Adige (Etsch) und der Ta- 
gliamento von Marchesi 1). Die vier Hauptströme der 
österreichischen Monarchie aber enthält zu Wien der 
Brunnen auf der Freiung, ein Werk Schwanthalefs, in 
Bronze gegossen von Miller vom J. 18462); sie sind 
um eine Säule gereiht, auf welcher die Gestalt der Austria 
sich erhebt: die Donau mit dem Blick nach oben und ihre 
Locken lüftend, die Weichsel ihre Verbindung" mit der 
Nogat andeutend, der Po ebenfalls mit der Bezeichnung 
seiner Vereinigung mit dem Tessin und die jugendliche, 
blumenbekräuzte Elbe, auf phantastischem Steingebilde 
und die Meermuschel in ihrer Hand darstellend.  Endlich 
wie jene Werke imLouvre und in Mailand dem kriegerischen 
Ruhm oder dem siegreich errungenen Frieden geweiht 
sind; so ragt in der Mitte Deutschlands ein Denkmal hervor, 
welches ein Werk des Friedens verkündigt und dessen 
Segnungen, dem friedlichen Verkehr deutscher Stämme, 
geweiht ist,  das steinerne Kanaldenkmal zu Erlangen, 
auch aus der Hand Schwanthalefs hervorgegangen vom 
IJ. 1845 3): auf dem Postament erheben sich die halbsitzen- 
den Statuen der Donau und des Mains, die auf ihren Urnen 
ruhend und in der Linken die Attribute ihres Stromge- 
biets haltend, die rechten Hände verschlungen haben und 
sich freundlich anblicken.  
 E. Förster Handb. für Reisende in Italien S. 
2) Tüb. Kunstblatt 1846. S. 252. 
3) Ebendas. 1845. S. 340. 
279.
        

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