Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1033202
558 
eine Sphinx sich lehnend, während auf der Rückseite drei 
Pyramiden erscheinen. 
Aber auch in grössern Dimensionen sind Werke 
der Kunst, zumal der Sculptur, in der neuern Zeit und 
bis auf die Gegenwart hervorgegangen, welche in diesen 
Bilderkreis durch Vorstellung einer Gruppe von Flussgöttern 
eintreten. Und zwar hat entweder ein geographisches 
oder ein geschichtlich- territoriales oder lediglich ein 
geschichtliches Interesse zu dieser Vorstellung geleitet; 
namentlich pflegen die Bildhauerwerke dieser Art Träger 
eines nationalen Gedankens und festlicher Erinnerungen zu 
sein, wenn sie nicht bescheidentlich, wie früher, nur zur 
Aussclnnüekung öffentlicher Plätze, an Brunnen und Wasser- 
leitungen dienen,  doch vereinigt sich auch beides. Bei 
jener Gruppirung aber hat die Vierzahl von Flussgöttern 
häufig Anwendung gefunden. 
ln dem erstgedachten Interesse ist ein Genlälde von 
Rubens angelegt, in der K. K. Gallerie zu Wien 1). 
Wie in einem Gemälde bei den Exsequien hlichelangelds 
die Flüsse der drei Haupttheile der Welt, der Nil, Ganges 
und P0, mit trauernder Theilnahme versammelt waren; 
so erscheinen hier gleichfalls in einer repräsentativen 
Bedeutung, aber um ihrer selbst willen, die Hauptllüsse 
der vier Welttheile, Donau, Maranhao, Nil und Ganges, 
wobei auch die Welttheile selbst in menschlicher Gestalt 
vorgestellt sind: die Flussgötter aber sind jeder mit einer 
Flussgöttin gepaart und lehnen sich auf verzierte Urnen, aus 
welchen Wasser fliesst; sie sitzen sämmtlich unter einem 
ausgespannten Segeltuch am Ufer des Meeres.  Dagegen 
w 
1700. Auf der zweiten, zur Feier der Eroberung von Ober- 
ägyptcn, ist ein Isiskopf zu sehen und ein Krokodil an einen 
Palmbauln gebunden. 
Mechel Verzeichn. der Gemälde der K. K. Bilder-Gallerie in 
Wien .5. 116.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.