Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1033104
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Jahrhunderts gehört ein Gemälde des Gerard Lairesse 
in der K. Gallerie zu Berlin 1), worin man die Thetis 
erblickt, die ihren Sohn Achilles in ein Gefäss mit Styx- 
wasser taucht, daneben den ruhenden Flussgott und vier 
Nymphen.  Mehr um ihrer selbst willen sind mannicli- 
fache Figuren des Mythus aufgenommen in den Sculpturen 
an den beiden Brunnen zu Messina, die von Montorsoli 
von 1547 an ausgeführt sind 2): an dem Dombrunnen die 
Beliefbilder der Arethusa, die in eine Quelle, des Narcissus, 
der in einen Bach verwandelt wird, und andere Dar- 
stellungen, die für Brunnen und Wasser sich eignen; auf 
der Spitze des zweiten Brunnens am Strande die fünf 
Ellen hohe Statue eines Neptun mit dem Dreizaek in der 
Hand und den Fuss neben einen Delphin gestellt. 
5. Zu grösserer Selbständigkeit erhebt sich die Dar- 
stellung der Flussgötter in vielfältigen allegorischen Bildern, 
welche vornehmlich einheimische Gewässer zum Gegen- 
stand haben. So enthält eine Federzeichnung von Albrecht 
Dürer 3) eine nackte Nymphe bei einem Brunnen schlafend, 
nach einem antiken Motiv, welches eine Aufschrift auf 
dem Becken des Brunnens ausdrückt, die der lateinischen 
Anthologie entnommen ist 4). Ferner ist von Daniel aus 
Volterra ein kolossaler Flussgott in Fresco gemalt in 
Villa Salone bei Rom 5). Und unter den mehrerwähnten 
 n. 481. Ebendas. n. 486. ist ein Gemälde des Nie. Poussin: 
Armida entführt den Rinald, wobei ein Fluss und zwei 
Najaden. 
2) Vasari Leben der Maler Bd. V. S. 109. 111. 
3) Heller Albrecht Dürer Bd. II. S. 96. 
4) Anthol. lat. ed. Burmann. T. I. p. 62 sq.: 
Hujus Nimpha loci, sacri custndia fontis, 
Dormio dum 11lar_d(a)e sencio murmur aqn(a)e; 
Parce meum, quisquis tangis cava marmora, somnum 
Rumpere: sivebihas sive lavere, tare. 
5) Vasari Leben der Maler Bd. V. S. 171. 
        

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