Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1032816
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ten die Initialen zu Anfang der Evangelien eine eigenthüm- 
liche Composition: nehmlich die symbolischen Figuren der 
Evangelisten mit vier oder sechs Flügeln auf einem Bade 
stehend, nach der Reihe mit dem Kopf eines Menschen, 
Löwen, Ochsen, Adlers, und oberhalb derselben die Figuren 
der Paradiesesflüsse, welche ihre Urnen so ausgiessen, dass 
der Wasserstrahl jenen Figuren in den Mund fliesst. 
Von Sculpturwerken dieser Art ist zuerst aus dem 
Ende des 10. Jahrhunderts der Deckel des epternacher 
Evangeliarium von Goldblech zu bemerken, in dessen 
Mitte eine Elfenbeintafel den Gekreuzigten, umgeben von 
den Figuren der Sonne, des Mondes und der Erde zeigt 1): 
das Goldblech enthält in getriebener Arbeit ausser den 
Bildern von Heiligen so wie des Königs Otto lI. und 
seiner Gemahlin Theophania, welche die Felder seitwärts 
einnehmen, oben und unten die Symbole der Evangelisten 
(deren Namen beigefügt sind) mit den gleichfalls be- 
ilannten Figuren der Paradiesesflüsse in folgender Ordnung: 
ä. (En- (Ad- s 
v; 281) 1er) a?" 
9 
s. MA. S. JOH. 
Sol Luna 
(Christus 
am 
Kreuz) 
Terra  
s. MAR. S. LUC. 
s: (Löwe) (um) Q; 
 f" 
i" ä 
15' 
oben S. 
163.
        

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