Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1032712
509 
Glasscherbe, die ebenfalls aus einem römischen Cöme- 
terium stammt 1). S0 ist auch in einem Bilde des er- 
höhten Christus in den Mosaiken an der Tribune von 
S. Cosma und Damiano aus der Zeit Felix IV. (526-530) 2) 
der Jordan, dessen Wasser man im Vordergrunde sieht, 
nur mit seinem Namen bezeichnet. 
Vom 
neunten 
bis 
in's 
dreizehnte 
Jahrhundert. 
 Sehr häufig ist in diesem Zeitalter die persönliche 
Darstellung der Flüsse; obwohl die Carolinischen Bücher 
von den Bildern auch diese Figur als falsch und un- 
biblisch verwerfen 3). Und zwar finden sie sich vornehm- 
lich in Miniaturen und Elfenbeindeckeln, aber auch auf" 
kirchlichem Geräth von Stein, Erz und Gold und selbst 
an Kirchengebäuden sind sie angebracht.  
In der Regel sieht man sie in ganzer Figur und fast 
durchgängig ist ihnen männliche Bildung gegeben: aus- 
nahmsweise kommen die vier Flüsse des Paradieses in 
Gestalt von Nymphen vor 4); wie auch die Personilication 
des rothen Meeres weiblich gebildet ist 5). Ganz vereinzelt 
ist eine. Tritonenbildung 6). Sie erscheinen meist ganz 
nackt oder mit nacktem Oberleib. Zuweilen sind die 
 Abgebild. bei Buonarroti Yasi di vetro p. 40. Tab. VI. Iig. 1. 
2) Ahgebild. bei Cianzpini Vet. monim. P. II. Tab. XVI. Knapp 
Die Basiliken des christl. Rom Tal". XLII. Vergl. Platner 
Beschreib. Bonfs IIl., 1. S. 366. 
3) S. oben S. 18. vergl. S. 141. 
4) Im Evangel. 11. Jahrh. zu München (Cim.  Desgleichen 
in der Bibel 13. Jahrh. zu Prag, s. d. folg. Abschnitt. 
b) Bei dem Durchgang der Israeliten in den Werken des Gregor 
Naz. 9. Jahrh. so wie in einer Catene zu den Psalmen 10. Jahrh., 
beide zu Paris, und in Stücken der heil. Schrift 11. 12. Jahrh. 
im Vatican. 
ü) Im Psalterium 10. Jahrh. zu Stuttgart.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.