Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1032673
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erworbenen Schätzen der Villa Borghese nach Paris ge- 
kommen ist und jetzt im Louvre sich befindet 1). Die 
Anordnung der Scene, die an antike Bildwerke des auf- 
gehenden Helios erinnert 2), ist in beiden Reliefs ganz 
dieselbe: Elias fährt in einer Quadriga gen Himmel und" 
reicht dem links unten stehenden Elisa seinen Mantel 
dar; im Vordergrunde zur Rechten liegt der Flussgott 3), 
von Schilf umgeben, eine bärtige Figur mit enthlösstem 
Oberkörper, den linken Arm auf eine Urne stützend, aus 
der an dem letztgenannten Sarkophag Wasser sich ergiesst, 
die rechte Hand gegen die Rosse erhebend, ähnlich wie 
der Gott des rothen Meeres beidem. Untergang Pharads,  
in beiden Fällen wohl eine Gebehrde der Ueberraschung 
und des Erstaunens. Ausserdem hat der Flussgott auf 
dem erstem Sarkophag ein Ruder in der Linken, auf 
dem andern statt dessen ein Schilfrohr.  Uehrigens 
findet sich die Himmelfahrt des Elias auch dargestellt 
ohne die Personilication des Jordan, indem nur das Wasser 
angedeutet ist, auf einem Sarkophag zu R0m4). Nicht 
zu gedenken, dass der Fluss zuweilen ganz wegge- 
lassen ist b). 
 Die Querseiten sind abgebild. bei Bosio p. 73. Aringhi T. l. 
p. 305. Bottari T. I. Tav. XXVII. d'Agincourt Scult. Tav. 
VIII. lig. 4. Münter Sinnb. H. II. Taf. IX. n. 43. und unab- 
hängig von diesen Abbildungen bei B 0 u i l lon Musee des antiques. 
Basreliels. Pl. XXXII, Clarac Musee de senlpt. T. II. p. 794. 
Pl. 227. Der Sarkophag ist beschrieben von Waagen Kunstw. 
und Künstler in Paris S. 165. 
z) S. oben Th. I. S. 75. 
3] Diese Vorstellung an dem letztgenannten Sarkophag führt 
O. Müller an, Handb. der Archiiol. der Kunst S. 213. Anm. 2. 
S. 253. als Beispiel, wie auch heidnische Gegenstände in die 
christliche Allegorie aufgenommen wurden. 
4) Bosio p. 161. Aringhi T. I. p. 429. Bottari T.II. Tav. LII. 
5) Auf einem Sarkophag zu Mailand, Allegranz a Spiegaz. Tav. V. 
Und in zwei Wandgemälden römischer Cömeterien: das eine
        

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