Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1032577
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seiner Grotte auf einer Erzmünze Trajan's aus der Zeit 
vom J. 104-1111).  
Von besonderem Interesse für die junge christliche 
Kirche ist der Flussgott des Jordan an einem Denkmal 
des ersten Jahrhunderts: an dem Triumphbogen des Titus 
nchmlich, der ihm wegen der Eroberung Jerusalems er- 
richtet wurde, sieht man einen Opferzug, bei welchem 
der Jordan als Greis dargestellt auf einer Bahre getragen 
wird z). S0 waren schon beim Triumph des Germanicus 
im J. 17 n. Chr. über die Cherusker, Katten, Angrivarier 
und die andern Stämme bis zur Elbe, ausser der Beute 
und den Gefangenen, auch die Bilder der germanischen 
Berge und Flüsse aufgeführt 3). Hiernächst ist eine Reihe 
von römischen Denkmälern noch vorhanden, die ein deutsches 
Interesse gewähren durch die Figuren des Rheins und 
der Donau und die daran sich knüpfenden geschichtlichen 
Erinnerungen. Im capitolinischen Museum ist die kolossale 
Statue eines Flussgottes, in der römischen Volkssprache 
Marforio genannt4), worin man die Bildsäule des Rheins 
zu erkennen geglaubt hat, sei es die von Augustus 5) 
oder von Domitian auf dem Forum Romanum errichtet 
worden. Von Domitian nchmlich ist wegen des Feldzugs 
über den Rhein vom J. S4, wonach er als summus Rheni 
domitor gefeiert worden ü), nicht allein eine Münze im 
folgenden Jahre geprägt, worauf man den Kaiser erblickt, 
I) Eckhel Doctr. numm. T. VI. p. 425.  
2) Bellori Vet. arcus Augustor. Tab. 6. d'Aginc0urt Scult. 
Tav. II. fig. 3. 
3) Tacit. Anna]. Lih. II. c. 41. 
4) Mus. Capit. T. III. Tab. 1. Clarac Mus. de sculpt. Pl. 745. 
n. 1801. Verg]. Platnel- Beschreib. Rom's III, 1. S. 138. u. 
Bunsen ebendas. III, 2. S. 117- 
5) Hirt Bilderb. S. 158. 
5) Martial. Lib. IX. epigr. 6.
        

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