Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1032563
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Quelle Gargaphia, worin die Diana sich badet, als sie 
vom Actäon gesehn wird, in Gestalt eines Knaben, der 
eine Urne ausgiesst, vorgestellt 1). Andernthcils ist es 
ein geschichtliches und geographisches oder auch ledig- 
lich ein künstlerisches Interesse, welches zur Darstellung 
dieser Gottheiten geführt hat. S0 erscheinen sie be- 
sonders häufig auf Münzen, unter denen zu den ältesten 
die von Selinus mit dem Fluss Hypsas aus dem 5. Jahrhundert 
vor Chr. gehören 2); desgleichen auf Gemmen, in Reliefs 
und als Statuen. Berühmt sind die liegenden Statuen des 
Nil 3) und des Tiber4) von kolossaler Bildung, ehemals 
beide im Belvedere ö). In kleinen Dimensionen erscheint 
die Quellnymphe der Aqua Virgo, welche durch Agrippa 
nach Rom geleitet wurde, auf ihre Urne gelehnt schlafend 
neben einem Baum, um den eine Heilsehlange sich windet, 
auf einer antiken Paste in der K. Sammlung zu Berlin ü), 
und für die Aqua Trajana der Flussgott des Anio in 
1) Auf einem Sarkophag im Louvre, Clarac Mus. de sculpt. 
Pl. 113. n. 315. und grösser Pl. 114. Waagen Kunstw. u. 
Künstler in Paris S. 145. 
2) Eekhel Doetr. numm. T. I. p. 238 sq. Eine 'l'etratrach1ne und 
ein Didraclmlon dieses Gepräges sind in der K. Samml. zu Berlin 
n. 154. 155. s. Rinder Beschreib. S. 27 f. 
3') Seit 1816 wieder im vatic. Mus. Visconti Mus. Pio-Cl. T. l. 
Pl. 37. Hirt Bilderb. S. 157. 'l'af. XlX, 6. Millin Myth. 
Gall. Taf. LXXIV. 13g. 304. Clarac Mus. de sculpt. PI. 748. 
n. 1811. Platner Beschreib. Emu's Il, 2. S. 96. 
4) Im Louvre, s. Hirt Bilderb. s. 157. Taf. XX, 1. Platner Be- 
schreib. Emu's II, 2. S. 118. Waagen Kunstw. u. Künstler 
in Paris S. 138.  
5) Diese Statuen und den gleich zu erwähnenden Marforio nebst 
den Kolossen von Monte Cavallo erklärt Vasari Leben der 
Maler Bd. V. S. 280. für die berühmtesten Statuen des Alter- 
thums, über welche er den David von Michelangelo noch erhebt. 
6)'Kl. V. n. 136. Tölken Erkl. Verzeichn. S. 327.
        

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