Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1032369
Die 
Erscheinungen 
auf der 
Erde. 
Das letzte Naturgebiet, zu dem wir jetzt übergehen, 
umfasst die Erscheinungen auf der Oberfläche der Erde: 
Berge und Flüsse, sowie Länder und Städte; welche, 
mit Ausnahme der Berge, unter den am häufigsten vor- 
kommenden Personilicationen ihre Stelle haben. 
Berge. 
Erdbeben. 
Berge. 
Die Vorstellung der Berge in menschlicher Gestalt 
gehört zu den seltenen in der christlichen Kunst, wie sie 
auch bei den Alten nicht gar häufig angetroffen wird. 
1. Allerdings hatte bei den Alten wie jede andere 
Naturgestalt, so auch der Berg seine Gottheit, dazu seine 
Nymphen, die Oreaden. Nicht zu gedenken, dass einzelne 
Berge als solche für heilig galten, selbst göttliche Ver- 
ehrung genossen, wie der Argäus in Cappadocien 1). 
Auch gab eine Reihe von Mythen Veranlassung, den 
Berggott wenigstens als Nebeniigur in die Scene auf- 
zunehmen. 
Zumal in Sarkophagreliefs 2): so erscheint mehrmals 
der Berg Latmos in der Fabel des Endymion 3) als Greis 
1) Derselbe erscheint Flammen ausstrahlend, mit einem Standbild 
des Zeus auf seinem Gipfel, umgeben von Sonne und Mond, 
auf einem Sarder zu Florenz, Gori Mus. Florenz. T. II. p. 119. 
Tab. LXXIII. iig. 1. 
2) Dahin scheint auch die einzelne Reliefiignr zu gehören in der 
Villa Albani, Platner Beschreib. B0m's III, 2. S. 511.  
 Im Capitol. Museum, abgeb. Mus. Capit. T. IV. Tab. XXIV; in 
Villa Paniili, Braun Ant. Marmorw. Dec. I. Taf. 8. Aus Ostia in
        

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