Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1032316
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um 390, wie der menschliche Leib nach Analogie der 
Welt gebildet sei: wie der Himmel Luft, Erde und Meer, 
gleichsam die Glieder der Welt, überrage; so überrage 
das Haupt die übrigen Glieder unseres Leibes und sei 
von allen das vorzüglichste, gleichsam unter den Elemen- 
ten der Himmel,  wo die Augen analog der Sonne 
und dem Monde ihre Stelle haben. Auch Isidorus von 
Sevilla 1) spricht von dem Menschen als Mikrokosmos, der 
aus der Mischung der vier Hauptsäfte (Blut, Galle, schwarze 
Galle, Schleim) 2) bestehe, gleichwie die Welt aus den 
vier Elementen,  wobei er der vier Weltgegenden ge- 
denkt und den Osten als das Haupt und gleichsam das 
Antlitz der Welt bezeichnet. Ganz dem entsprechend 
ist die gedachte Federzeichnung aus dem 12. Jahrhundert 
entworfen. Eine viereckige längliche Tafel enthält mit 
rother Schrift die Namen der Elemente und Himmels- 
gegenden in folgender Ordnung: 
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Innerhalb der Tafel, noch von einem Rhombus einge- 
schlossen, steht eine nackte menschliche Figur mit aus- 
gebreiteten Händen: die Füsse ruhen auf der Erde, welche 
nur durch ein Brett mit Einschnitten angedeutet ist; über 
dem Haupte erhebt sich eine Flamme; in der Rechten 
1) Isidor. De nat. rerum c. 9. Orig. Lib. 
2) Sanguis, cholera, melancholia, phlegma.
        

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