Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1032054
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andern Resten erhalten (es ist 1763 aufgefunden) und 
wird gegenwärtig in der Sakristei aufbewahrt 1): da 
erscheint am Mast des Schiffs der Wind als ein Mann 
in halber Figur, in einer grünen Jacke und bläset in 
ein Horn 2). 
Vom 
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bis 
in's 
dreizehnte 
Jahrhundert 
Demnächst in der mittlern Zeit, vom 9ten bis ins 13. 
Jahrhundert, sind es vornehmlich Miniaturen, welche die 
Personification der Winde enthalten. Eins der ältesten 
hierher gehörigen Denkmäler ist das Pastoral des h. Gregor 
zu Autun, wahrscheinlich aus der carolingischen Zeit, 
worin die Winde als Brustbilder mit zwei Flügeln am Kopf 
erscheinen 3). Sogar in ganzer Figur kommen sie vor 
in einem turiner Miniaturbilde des 11. Jahrhunderts, wo- 
rauf wir im folgenden Abschnitt zurückkommen; hingegen 
nur als Gesichter, von Engeln gehalten, sind sie in der 
Kathedrale zu Bheims gebildet 4). In der Regel aber 
erscheinen sie als Köpfe. 
1. Aber merkwürdigerweise sind sie mehrmals als. 
TVtie-rköpfc vorgestellt. Namentlich in der Scene, wie 
Christus Wind und Meer bedroht, in dem mehrerwähnten 
Psalterium in der K. öffentlichen Bibliothek zu Stuttgart, 
in dem epternacher Evangeliarium zu Gotha und in dem 
Evangeliarium Egberts in der Stadtbibliothek zu Trier, alle 
drei aus dem 10. Jahrhundert. In dem ersten ist das 
Bild veranlasst durch die Stelle Ps. .107, 29. 30: „er 
hemmte den Sturm zu leisem Wehen, und es schwiegen 
die Wellen; und sie freuten sich, da sie sich legten, 
 v. Quast a. a. O. S. 8. 
2) Abbild. in der Rambouxschen Samml. zu Düsseldorf. 
3) Didron Manual düconogr. chrät. p. 170 sq. not. 11.244. 
4) Didron l. c. p. 244. notv. 2. 
HOL
        

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