Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1032009
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ausgegossen wurde, erfüllte ein Brausen vom Himmel 
als eines gewaltigen Windes das Haus da sie sassen 
(Apostelgesch. 2,  Andrerseits steht der Wind gleich 
den andern Natnrerscheinungen im Dienst des Herrn und 
macht sein Lob und seine Herrlichkeit offenbar, wie der 
Psalmensänger von Jehova verkündet (Ps. 104, 3): er macht 
Wolken zu seinem Wagen, fährt auf den Fittigen des 
Windes 1). Wie aber der Herr den Wind in seine Hand 
fasst (Spr. 30, 4.) und nach seinem Willen er weht 
(Siraoh 43,  so wird den Winden auch Gehorsam, 
mithin ein eigner Wille geliehen: und so erscheinen sie 
mit Persönlichkeit begabt. Demnach schliesst sich an 
die letzterwähnte Stelle des Psalms das Wort an (v. 4): 
er macht zu seinen Boten Winde, zu seinen Dienern 
Feuerflammen 2). Und in einem andern Psalm werden 
zum Lobe des Herrn mit allen Creaturen auch die 
Sturmwinde aufgerufen, die sein Wort ausrichten (Ps. 
148,  Das Neue Testament aber giebt auch ein Bei- 
spiel, wie die Winde dem Wort des Herrn gehorsam 
sind, bei der Fahrt Christi auf dem galiläischen Meer: 
da bedroht er den Wind und das Meer, worauf es ganz 
stille ward (Matth. 8, 26. Marc. 4, 39. Luc. 8,  
In diesem persönlichen Gegenübertreten ist die Per- 
soniiication am stärksten ausgedrückt. Und so hat ins- 
besondere dieses Ereigniss zur Darstellung der Winde in 
Person Veranlassung gegeben. Aber auch anderes Un- 
wetter zu Wasser und zu Lande: das erstere als Christus 
den Petrus aus dem Schiff auf dem Wasser zu sich kommen 
lässt (Matth. 14,  und vor allem als Jonas in's Meer 
geworfen wird (Jon. 1, 4. 12.  das andere in der 
Vergl. Psalm 18, 11: Und er fuhr auf dem 
und schwebt? auf den Fibtigen des Windes. 
Umgekehrt die LXX, wonach Hcbr. 1, 7. 
Cherub 
und 
(108
        

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