Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1031989
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tons Fall 1), von der Menschenbildung des Prometheus 2) 
und dem Besuch bei Endymion 3): da ist auch der Wind- 
gott vorgestellt in Verbindung theils mit dem S01 oder 
der Luna, theils mit dem Neptun 4). Endlich scheinen 
sie auch eine allegorisehe Bedeutung zu erhalten in Be- 
ziehung auf die Fahrt des menschlichen Lebens, wie die 
Jahreszeiten seinen Kreislauf andeuten,  beides auf 
einem Sarkcphag in der Villa Ludovisiö).  Dass sie 
einem praktischen Zweck dienen, zur Orientirung der 
Weltgegenden, am Thurm des Thyrrestes zu Athen, wird 
im folgenden Abschnitt zur Sprache kommen. 
Wie die Winde in ältester Zeit ungeüügelt gedacht sind, 
späterhin mit Flügeln versehenwerden 6); so erscheinen 
sie in Bildwerken theils ohne Flügel theils mit Flügeln. Zu 
Wagen, wie sie auch bei Dichtern geschildert werden T), 
sind sie in der bildenden Kunst nicht vorgestellt. Sie 
werden aber theils in ganzer Figur gebildet S), häufig, 
 Auf Surkophageu in Villa Borghese, s. oben S. 50. Anm. 4. 
und im Museum zu Verona, Maffei Mus. Veron. p. LXXI, 1. 
2) Auf den Sarkophagen im capitolinischen Museum und im Museum 
zu Neapel, s. oben S. 92. 
3) Auf der Querseite des Sarkophags in Villa Panfili Doria b. 
Braun Ant. Marmorw. Dec. I. S. 11. Taf. 8. vgl. Beschreib. 
llom's IIl, 3. S. 630. 
4) Eine seltene Vorstellung ist drittens die der Winde in Ver- 
bindung mit dem Element des Wassers, dessen Ueberschwemmung 
sie herbeiführen,  auf einem berühmten Onyx-Kameo zu 
Neapel, O. Müller a. a. O. S. 315. A. 5. S. 443. vergl. oben 
S. 49. Anm. 2. 
5') Besehreib. R0m's IlI, 2. S. 590. 
Ü) S. überhaupt Voss Mythol. Briefe I. S. 259 ll'. 266 H. 
7) Euripid. Phoen. v. 220. s. Voss a. a. O. S. 271. 
 Wie die 8 Winde am Thurm des Thyrrestes; der Wind auf 
der Ara im capitolin. Museum (S. 435. A. 2); desgleichen auf der 
Querseite des Sarkophags in Villa Panfili Doria (Anm. 
        

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