Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1031738
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platz sowohl des menschlichen Geschlechts überhaupt und 
wie es mit demselben verwachsen ist, als auch des Reiches 
Gottes sei es in seinem Anfang oder in seiner Vollen- 
dung vor Augen izu stellen.  Dazu kommt die Vor- 
stellungg; dieser Personilicattionen in kosinographischen Fi- 
guren wie in mythologischen Scenen. So dass es auch 
diesen Kunstvorstellungen an mannichfach anregendem 
Inhalt nicht fehlt. 
Das 
Sauct Elmsfeuer. 
Man versteht darunter jene Lichterscheinung, welche 
nicht selten hervorragende Gegenstände, wie Thürme, 
Masten der Schiffe, aber auch Lanzen und Helme, über- 
haupt vornehmlich Metallspitzen, in zwiefacher Art zeigen: 
es ist entweder ein leuchtender Punkt oder ein zuweilen 
mit hörbarem Geräusch ausströmender Feuerbüschel,  
Erscheinungen, welche in dem Wechsel und der starken 
Entwickelung der atmosphärischen Electricität ihren Grund 
haben. Das Phänomen war schon den Alten bekannt und 
ist bis auf die neueste Zeit häufig beobachtet 1): die Er- 
klärung aber ist erst um die Mitte deslS. Jahrhunderts 
gefunden. 
Die Kunstvorstellung desselben ist dem christlichen 
Alterthum eigenthümlich,  obwohl den mythischen Ge- 
danken dazu das heidnische Alterthum dargeboten hat, 
der auch im spätern Mittelalter Eingang gefunden, aber 
Christlich umgebildet worden ist. Diese drei Punkte wol- 
len wir hier in Betracht ziehn.  
1) Eine der neuesten Beobachtungen desselben ist vom 19. Fe- 
bruar 1837 zu SchilYe bei den Orlmey-Inseln: man sah aus 
der eisernen Spitze des Mastes eine Flamme von einem Fuss 
Länge sich erheben, die bis auf eineLünge von fast drei Fuss 
sich vergrösserte. S. Poggendorf Annalen der Physik und 
Chemie Bd. XLVl. 1839. S. 659.
        

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