Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1031725
Die Erscheinungen 
der Atmosphäre. 
in 
 Die Atmosphäre im Ganzen als die die Erde um- 
gebende Luft hat in Verbindung mit den übrigen Elemen- 
ten, ausnahmsweise auch für sich allein, künstlerische Dar- 
stellung gefunden,  wovon früher die Rede gewesen 
ist. Innerhalb der Atmosphäre aber sind es zwei Er- 
scheinungen, welche der christlichen Kunst zu persön- 
licher Gestaltung Anlass gegeben haben. 
Zuerst eine Lzchterscheinung, das in der neuern Phy- 
sik sogenannte St. Elmsfeuer. Dem christlichen Mittel-- 
alter musste dasselbe nicht minder rathselhaft als dem 
klassischen Alterthum erscheinen und zu einer über- 
natürlichen Erklärung vorzüglich angethan: wie auch die 
Legende es erfasst hat. Deshalb erweckt dieses Wet- 
terlicht, wenn auch selten dargestellt und nur einmal als 
Personification, dauernd ein mythologisches Interesse, 
zumal die christlich-mythische Auffassung im Glauben der 
seefahrenden Nationen am Mittelmeer wie in der Benen- 
nung der Wissenschaft bis auf den heutigen Tag sich 
erhalten hat. 
Sodann vornehmlich die VWnde, die freilich eine viel 
reichere Kunstgeschichte haben. Die heilige Schrift selbst 
bietet ihre Personification dar und nicht allein in einzel- 
nen Scenen namentlich der evangelischen Geschichte, 
sondern auch auf einem die ganze Erde umfassenden 
Schauplatz, in den grossen Epochen der letzten Dinge.  
Mit den Winden aber verknüpft sich im Sinne des Mittel- 
alters vermöge der Windrose die Vorstellung der Welt- 
gegenden, deren Erörterung wir deshalb hier anschliessen 1). 
Auch sie werden bedeutsam angewendet um den Schau- 
oben
        

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