Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1031697
LIUI 
knüpfung der drei Figuren 
welcher die Wahrheit redend 
erläutert die Inschrift, 
eingeführt wird: 
i n 
Abstrusam 'l"enebris Tempus me educit in anras. 
Dcnselben Gedanken, auf einen besondern Fall angewendet, 
hat Rubens geschildert in einem seiner Gemälde zur 
Geschichte der Maria von Medici (1620-1625) im 
Louvre 1). Am Schluss, wo Maria und Ludwig XIII. 
sich versöhnt die Hände reichen, ist unterhalb dieser 
Scene die Zeit dargestellt als ein geflügelter Greis, welcher 
in der Luft schwebend die enthüllte Wahrheit zum Himmel 
erhebt,  zum Zeichen, dass die Zeit die Missverständ- 
nisse zwischen Mutter und Sohn gelöst, die Wahrheit 
an den 'l'ag gebracht habe. Hieran reiht sich ein Ge- 
mälde des Nie. Poussin (v. J. 1642) gleichfalls im 
Louvre 2), mit derselben Vorstellung aber erweitert: 
nehmlieh der enthüllteu und gen Himmel erhobenen 
Wahrheit gegenüber 'Sind der Neid und die Verläumdung 
dargestellt, wie sie zu Boden liegen; neben dem bärtigen 
Gott der Zeit aber schwebt ein jugendlicher Genius, der 
die Attribute der Zeit und der Ewigkeit in Händen hält, 
die Sichel und die mit dem Kopf den Schwanz fassende 
Schlange,  das erstere ist dem Zeitgott eigen, wodurch 
er hier als Saturn charakterisirt wird, das andere mag 
der Wahrheit zugedacht sein, wie ihr auch der Kranz 
der Unsterblichkeit gebührt.  Die ähnliche Corhposition 
einer Strtletengruppe zu Dresden, von Peter Balestra aus 
Siena in Rom verfertigt 3), ist darin natürlichvabweichend, 
n. 711. Abbild. in Lu Galerie du Palais du Luxemb., peinte 
par Rubens, dessixl. pur Nattier 1710, in ful. Pl. 24. Waagen 
Kunstw. u. Künstler in Paris. S. 563. 
n. 232. Abbild. bei Lavallee Galerie du unmsee de France. 
T. VI. 1814: PI. 385. Waagen a. u, Ü. S. 644. 
Abgebild. bei Leplnt Rec. des murbres alnbiq. qui so Lruux. 
dans la galerie in Dresden Pl. 199,
        

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