Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1031629
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wechsel aufgehört , 
Ewigkeit geworden. 
(v. 25 ff.) 
die Zeit bleibt 
Mit Staunen 
stchn , sie 
sieht der 
ist zur 
Dichter 
jene weilen 
Die ohne Rast sonst immer fortgegangen 
Und Alles rings gewandelt im Enteilen, 
Und die drei Theil in ihr, wie sie verschlangen 
Zu Einem sich  und dieses sonder Wanken, 
Nicht mehr, wie sonst, in steter Hast befangen! 
Der Ewigkeit aber, in welche dort die Zeit übergegangen 
ist, wird noch weniger Persönlichkeit geliehen; sondern 
Gott ist der Ewige, allmächtig und unerforschlich, der 
mit den seligen Geistern in diesem letzten Triumph ge- 
priesen wird. 
Diese Triumphe haben von Seiten der zeichnenden 
Künste mehrfache Darstellungen hervorgerufen, wobei 
denn auch die Zeit abgebildet werden ist. Aber weil 
der Dichter kein anschauliches Bild derselben hingestellt, 
schwanken die Künstler in der Charakteristik dieser Figur. 
Eine solche Darstellung findet sich zuvörderst als Minia- 
turbild in einer Pergamenthandschrift der Trionii, die im 
J. 1460 zu Pesaro wahrscheinlich für Heinrich III. König 
von Frankreich gefertigt ist, jetzt in der K. Bibliothek 
zu Dresden 2); die Zeit erscheint als ein Greis in rot-hem 
Gewande, welcher, mit der linken Hand einen Himmels- 
globus haltend, mit der Rechten auf einen Krückenstock 
sich stützt und auf einem von zwei Hirschen gezogenen 
Wagen steht. Es wird durch diese Sinnbilder der drei- 
facheGedanke ausgedrückt: erstens, dass die Zeit, wie 
 Vergl. ebendas. v. 67. 68: 
Kein "war", "wird sein", "gewesen" wird's da geben, 
Alles in Jetzt und Heu? und Nun bestehen. 
z) B]. 42. a. Falkenstein Beschreib. der k.  Bibl. zu Dresden 
S. 440.
        

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