Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1031510
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Brun als Wanddecorationen ausgeführt hat 1); sie er- 
scheinen sämmtlich als geflügelte Genien leicht bekleidet, 
mit einem Fruchthorn in der einen Hand, das, mit Laub 
umwunden, Blumen und Früchte enthält (für den Januar 
sind es Molinfrüchte), in der andern Hand halten sie einen 
Leuchter: über ihnen sind die entsprechenden Thierkreis- 
zeiclien angebracht. 
Die 
Zeit 
Als Sinnbild der Zeit boten aus heidnischer Ueber- 
lieferung zwei Götterbilder sich dar, an welche schon 
im klassischen Alterthum diese Vorstellung sich knüpft; 
wozu noch als drittes Vorbild eine alterthülnliche Per- 
sonificatioxi der Zeit kommt. 
Die eine Gottheit ist Janus, der den Alten nicht 
bloss für den Herrn des Jahres galt, sondern auch, wie 
er mit seinem Doppelgesicht in Vergangenheit und Zu- 
kunft hinausschaut, für den Gott und Aufseher (äqiogog) 
der Zeit überhaupt genommen wurde 2).  Die andere 
ist Saturnus, der Gott der Zeit und der Ewigkeit, wie 
Servius sagt 3), dessen griechischer Name (Kronos) schon 
den Begriff der Zeit (Chronos) nach späterer Deutung 
enthält 4). Dieselbe ward durch seine Fabel bestätigt; 
denn der Gott, der seine Kinder verschlingt 5), erschien 
 Gestochen von Thomassin u. a. Meistern, im K. Kupferstich- 
kab. zu Berlin. 
k) Plin. Hist. nat. Lib. XXXIV. c. 7. Jo. Lydus De mensib. 
P. IV. c. 2. p. 146. ed. Pwether. 
a) Serv. in Virg. Aen. III, 104: dicitur dens aeternitatis esse ac 
seculorum. 
 Cic. Nah. deor. Lib. II. c. 25. Plutarch. De Isid. et Osir. 
c. 32. p. 363. d. Serv. l. c. 
5') Wie ihm seine Gemahlin Rhea statt des neugebornen Jupiter 
einen in Tücher gewickelten Stein darbietet, stellt die capito- 
im 
Kupferstich- 
De 
mensib. 
RC 
6586
        

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