Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1031427
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Gestalt mit länglichem Gesicht, langem, gespaltenexn Bart, 
welche Sonne und Mond als Köpfe in den Händen hält, 
gleich der Aeternitas, wie sie auf Kaisermünzen gebildet 
worden I); darunter erscheinen die Gesichter von Tag 
und Nacht. lm Kreise umher sieht man die zwölf Zeichen 
des Thierkreises, denen im äussersten Kreise die Be- 
schäftigungen der Monate entsprechen. Ausserhalb der 
Kreise endlich in den Ecken des Vierecks sind die vier 
Jahreszeiten (s. S. 338.), sowie ausserhalb des Vierecks 
die vier Tageszeiten (s. S. 364.). Aehnlich ist das Jahr 
vorgestellt in einer Handschrift der Paulinischen Briefe 
aus dem Ende des 12. Jahrhunderts in der K. Bibliothek zu 
Berlin 2) und zwar auf einem Pergamentblatt, welches 
inwendig auf den Vorderdeckel geklebt ist. Es ist eine 
sitzende bärtige Gestalt mit einem Kranz in der Rechten, 
ebenfalls überschrieben Annas, welche in einemliund 
die Mitte des ganzen Bildes einnimmt: darüber und darunter 
erscheinen die Figuren des Tages und der Nacht nebst 
den vier Jahreszeiten, zu beiden Seiten unter Bogen- 
stellungen die Beschäftigungen der Monate. Eine dritte 
um ein Jahrhundert jüngere Vorstellung des Jahres sammt 
den Jahreszeiten und Monaten findet sich in einem lateinischen 
Gebetbuch vom J. 1293 in der Laurentiana zu Florenz 3). 
Der 
Januan 
Um dieselbe Zeit wurde es gebräuchlich, den Anfang 
des Jahres, das heisst den ersten Monat, mit einem heid- 
nischen Bilde, dem des Janus, zu bezeichnen,  während 
S. unten c, im ersten Abschnitt. 
Cod. theol. lat. in fol. n. 192. Bethmann 
Bd. VIII. S. 839. 
Plut. XXV. cod. 3. p. 14. b. Bandini Catal. 
Laurent. T. I. p. 749. 
Bethmann 
in Pertz 
Archiv 
codic. 
lat. 
bibl.
        

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