Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1031218
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griechischen Handschriften, von denen die eine den Jesaias 
mit Commentar enthaltend aus dem Qten oder 10. Jahr- 
hundert in der vaticanischen Bibliothek 1), die andere, 
worin eine Catene zu _den Psalmen und Gesänge der heil. 
Schrift, aus dem Anfang des 10. Jahrhunderts in der K. 
Bibliothek zu Paris 2) aufbewahrt wird. In beiden erscheint 
Jesaias, dessen Haupt ein Nimbus umgiebt, mit erhobenen 
Händen und zugewenclet der segnenden Hand des Herrn, die 
über ihm zu seiner Linken aus dem Himmel hervorragt und 
Strahlen auf sein Haupt entsendet. Er steht zwischen 
den Figuren der Nacht und des Morgens. Die Nacht 
(mit beigeschriebenem Namen N13?) zu seiner Rechten, 
eine hehre Frauengestalt, ebenfalls mit dem Nimbus ge- 
schmückt und ganz bekleidet, hält mit derrechten Hand den 
im Halbkreis über ihrem Haupt sich wölbeuden Sternen- 
schleier, mit der Linken eine gesenkte Fackel. Auf der andern 
Seite, wohin der Prophetgewendet ist, zeigt sich der Morgen 
(099909), ein kleiner Knabe, leicht bekleidet, mit einer 
aufwärts gerichteten Fackel in der Linken. Beide Malereien 
unterscheiden sich, abgesehn von geringem Abweichungen 
dadurch, dass in der erstern von dem Kopf des Morgens 
eine hohe Flamme sich erhebt bis zur Hand des Herrn, 
) N0. 755. Daraus ist nach einer Durchzeichnnng des Originals 
das Bild bekannt gemacht von d'Aginc0urt Pitture Tav. 
XLVI. fig. 1. 
i) Bl. 435. Das Bildist gestochen zuerst bei Mo-ntfaucon Palaeogr. 
Gr. zu p. 13. (daraus die Figuren der Nacht und des Morgens 
bei Montfaucon Antiq. expl. T. I. P. 2. zu p. 360. Pl. 
CCXIV. fig. 1. und  sehr verkleinert bei Millin Mythol. 
Guller. Tal. LXXXIX. 11g. 353; grösser bei Didron Iconogr. 
chret. p. 208. vergl. p. 31. und Annal. archeol. Vol. lX. p. 53. 
Es ist erwähnt von Winck el man n Versuch einer Allegorie, W. 
II. S. 549. und beschrieben von Waagen Kunstw. u. Künstler 
in Paris S. 223 f. n. 13., darnach bei Schnaase Gesch. der 
bildenden Künste Bd. lll. S. 220.
        

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