Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1031208
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und in einem Abendliede 
dass sie mit schwarzem 
des Ennodius 1) von der Nacht, 
Mantel bedeckt von der Erde 
aufgenommen werde. 
Sehen wir uns aber nach Bildwerken mit diesen 
Personificationen um; so ist zwar schwerlich hierher zu 
rechnen die Figur der Nacht mit dem Sternenschleier 
auf einer als basilidianisch bezeichneten BIeitafeIQ), die 
aber keine Spur eines christlichen Ursprungs enthält. 
Wohl aber lassen die gleich näher anzugebenden Miniaturen, 
deren Ausführung allerdings in eine spätere Zeit trifft, 
ihrer Erfindung nach auf Vorbilder schliessen, die, nicht 
fern von der klassischen Zeit stehend, dem christlichen 
Altert-hum angehörten.  
lm 
Mittelalter. 
Es sind theils biblische, theils allegorische und chro- 
nologische Scenen, in welchen die Nacht, auch 'l'ag und 
Nacht in Person erscheinen. 
1. Aus der heiligen Schrift haben zwei Ereignisse 
zur Darstellung der Tageszeit Anlass gegeben, die 
Schöpfungsgeschichte und der Durchzug der lsraeliten 
durch das rothe Meer;  ausserdem ein Wort des Pro- 
pheten Jesaias, als Thema eines Gemäldes, welches einen 
Blick in das geistige Leben des Propheten eröffnet. 
Das letztere Bild findet sich übereinstimmend in zwei 
Welches gleich anfängt, b. Daniel l. c. p. l50: 
Nigrante tectam pallio 
Jam terral noctcm silscipii. 
Bei Montfaucon Palaeogr. Gr. p. 181. lig. 12. vcrgl. p. 182. 
Es ist dies das letzte Blatt eines aus zwölf Bleitafeln bestehenden 
Buches mit Figuren und lnschriften, welches hauptsächlich wegen 
der auf dem 5. Blatt befindlichen Ahraxasligur für basilidianisch 
ausgegeben wird. 
gleich
        

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