Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1030884
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Die Genien der Jahreszeiten sind ferner vorgestellt auf 
dem schon oben (Th. I. S. 210.) erwähnten Sarkophag 
der Aurelia Agapetilla aus dem Cömeterium der Agnes, 
sowie auf einem auch schon (Th. I. S. 215.) vorge- 
kommenen Sarkophag in dem neu angelegten Gregori- 
anischen Museum. 
Dagegen sind nur drei Jahreszeiten abgebildet in 
einem Sarkophagrelief aus der Villa Carpegna im vati- 
oanischen Museum 1), welches zwischen 'alt- und neu- 
testamentlichen Scenen die Figuren zweier Gatten in der 
Mitte der obern Reihe enthält; die Mitte der untern Reihe 
nehmen die Figuren der Jahreszeiten ein, nackte, jedoch 
ungeflügelte Genien: der des Winters hält einen blätter- 
losen Zweig und ein Paar Enten, der Genius des Sommers 
hat in der Hand ein Bund Aehren und eins zu seinen 
Füssen, der des Herbstes hat in der einen Hand einen 
langen Stab, in der andern ein Böckchen oder einen 
Hasen, zu dem ein Hund aufblickt:  bedeutsam ist der 
Frühling ausgelassen. Wie denn anderswo auch nur der 
Herbst allein aufgenommen ist: man sieht in einem Wand- 
gemälde des Cönneterium der Agnes 2) unter einem Bogen 
zwei herbstliche Genien mit einem Stab auf den Schultern, 
die jeder einen Korb mit Früchten tragen und einen 
Hirsch zwischen sich haben 3). 
, Noch öfter sind durch Knaben und Jünglingsgestalten 
alle vier Jahreszeiten auf altchristlichen Grabmälern vor- 
gestellt: sie erscheinen aber ohne Flügel, wonach es 
 Abgebild. bei Buunarroti Vasi di vetro p. 1. vergl. p. 6. 8. 
a) S. oben Th. I. S. 357. 
B) Zwar wird auch in der Beschreibung des vaticanischen Museum 
(Beschreib. Kom'sII,2. S. 109. unter n. 50.) zwischen zwei christ- 
lichen Sarkophagvorstellungen ein Genius (les lrYinterx aufge- 
führt, als 0b er dazu gehörte; es sind jedoch drei verschiedene 
Monumente. 
        

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