Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1030825
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Die Genien der Jczhreszeilen aber, die auch einzeln 
vorkommen 1), finden sich in der vollen Vicrzahl,  wie 
sie namentlich an dem Triumphbogen des Kaisers Severus 
vom J. 203 n. Chr. als geflügelte Knaben (bekranzt bis 
auf den ganz eingehüllten Winter, und mit den Früchten 
der Jahreszeit in der Hand) gebildet sind 2), theils auf 
Münzen, um ein glückliches Zeitalter, theils auf Grab- 
niälern, um den Wechsel der Zeiten und die Hinfällig- 
keit des menschlichen Lebens anzuzeigen. S0 sind die 
vier Knaben nackt, bis auf den Winter, und ungeflügelt, 
mit den Zeichen der Jahreszeit, (das sind Blumen, eine 
Sichel, Früchte nebsteinem Hasen, endlich ein Eichenztveig 
und eine oder zwei Gänse) und der Inschrift Temporuixi 
felicitas, auch Saeculi felicitas oder bloss Felicitas, welche 
das Sinnbild erklärt, zu sehen auf Münzen von der Zeil 
des Marc Aurel bis an das Zeitalter des christlichen Staats: 
namentlich zuerst des Annius Verus und Commodus als 
Cäsarn3), ferner des Connnodus 4), 'l'reb0nian, Probus, 
 Genius des Herbstes, Statue im K. Museum zu Berlin, Galerie 
der Botunde n. 286; zwei gellügelte Büsten des Herbstes von 
Bronze, die eine in der rechten Hand eine Weintraube, in der 
Linken ein Kaninchen, die andere einen Granatapfel und 'l'rauben 
haltend, im K. K. Münz- und Antiken-Kuh. zu Wien, s. Arueth 
a. u. O. S. 411. 47. Ferner der Genius des Frühlings auf einem 
K-arneol ebendzxs,  Arneth a. a. O. S. 80. n. 29; der Genius 
des Herbstes auf einem [Iarneol in der K. Gemmensamml. zu Berlin 
Kl. III. n. 1279. s. Tölkeil Erkl. Verzeichu. S. 225. 
2) Ahgebild. bei B ellori Vetercs arcus Augustorum triumph. insign. 
T'ai). 14. Montfa ucon Antiq. expl. Suppl. T. I. PI. apres la II. 
lig. 2. Platner Beschr. Bom's III. 1. S. 270. 
19) Eck hel Doetr. numm. T. VII. p. 83. 
4) lbid. p. 129. abgeb. bei Spanhem. Observ. in Callim. hymn. 
in Cer. v. 123. ed. Ernesti T. II. p. 816. vergl. Montfaueon 
l. c. lig. 5. Millin Mythol. Galler. Taf. XXVIII. fig.91; die Münze 
ist. vom 1.191. Auf einer Münze des Commodus vom J. 184. mit 
derselbenUnterschrift sieht man die Ceres vor einem Baum sitzend, 
welche Aehren und Mohn in der Linken und in der Rechten
        

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