Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1030809
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stattung auf (einem Silbergefäss, das im J. 1842 zu Vienne 
gefunden ist 1).  Sie erscheinen stets bekleidet 2). Der 
Frühling hat Blumen im Gewand oder er hält in der 
einen Hand Blumen, mit der andern einen Hasen; der 
Sommer trägt einen Fruchtkorb oder er hat einen Kranz 
in der einen, Aehren und Mohn in der andern Hand; 
beide Attribute werden auch dem Herbst gegeben, eigen- 
thümlich ist ihm der Bebzweig; der Winter trägt an einer 
Stange über den Schultern etliche Tauben, einen Hasen 
und ein Wildschwein, als Gegenstände der Jagd,  doch 
ist er ohne dies Merkmal, als eine verschleierte und ver- 
hüllte Frau vorgestellt auf dem Silbergefass von Vienne. 
Auf demselben aber sieht man die Jahreszeiten auf Thieren 
liegend oder sitzend 3); sie sind ausserdem von Flügelknaben 
umgeben, welche die Zeichen der Jahreszeit in den Händen 
tragen, nehmlich, nach der Reihe vom Frühling an, ein 
Zicklein, eine Sichel, eine Traube und einen Hirtenstab 4). 
andere einen Fruchtkranz so wie Aehreln und Mohnfriichte, 
Zovgn Bnssirilievi T. II. Tav. 95. Beschreib. Konfs III, 2. 
S. 493. 
Gerhard Archäol. Zeit. 1846. N0. 46. S. 358 f. 
Von den Dichtern werden ihnen bunte Kleider gegeben, s. O r p h. 
Hymn. XLIII. v. (i: 
nämlovg Euuülusuaß 1790629013; rZv-"iäwu nolvflgänrwzr 
und Ovid. Fast. Lib. V. v. 217: 
conveniunt pictis inciuctae vestibus Horae. 
3) Frühling und Herbst auf einem Panther, der Sommer auf einem 
kauernden Stier, dem Zugvieh der Erndte, der Winter auf einem 
zotligen Thier, etwa einer Ziege. 
4) Auch in einem Gemälde, ehedem auf dem Grabmal der Nasonen 
(abgebild. bei Bellori Pict. sepulcr. Nasen. Tab. XXII-XXV. 
in Bartoli Pict. am. crypt. Rom. et sepulcr. Nasen. B0m.1738. f. 
Hirt Bilderh. S. 124  Pilt. V,  erscheinen 
die vier Horen in Begleitung männlicher Figuren,  die aber 
wohl nicht für Genien zu nehmen sind, sondern für Darstellung
        

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