Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1030754
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Jalu-cszciteu. 
Die 
Die Alten theilten 
oder drei Abschnitte: 
das Jahr in frühester Zeit in zwei 
drei Jahreszeiten dachte man sich 
im homerischen Zeitalter, und mehr kannte auch noch 
Aeschylus  467 vor Chr.) nicht. Erst Hippocrates um 
430 giebt die Einthcilung' in Iviez- Jahreszeiten an, die 
spiiterhin in Griechenland wie in Rom allgemein ange- 
nommen war 1). 
Als Vorsteher der Jahreszeiten galten die Huren, die 
mit den Gaben des Jahres Götter und Menschen erfreuen. 
Doch haben sie ursprünglich eine allgemeinere Bedeutung". 
Homer lässt sie überhaupt dem Wechsel der Zeiten und 
der Witterung verstehen 2), wohin auch ihr Geschäft; 
als 'l'l1ürhüterinnexi auf dem Olymp 3), zunächst im Dienst 
des Jupiter, deutet: ihre Zahl wird nicht bestimmt. Nach 
Hesiod 4) sind sie, drei an der Zahl, Töchter des Jupiter 
und der Themis mit Namen Gerechtigkeit, Gesetzlichkeit 
und Ordnung (Dike, Eunomia und Eirene): diese Namen 
wie die Abstammung lassen erkennen, dass sie nicht 
bloss den Wechsel in der üussern Welt beherrschen. 
sondern in höherer Geltung die unwanclelbaren Gesetze 
der sittlichen Weltordnung vertreten, denen auch die 
Natur unterworfen ist. S0 entbehrten sie denn auch 
nicht des Cultus. Sie hatten einen Altar zu Olympia 
neben dem der Aphrodite 5), auch zu Arges ein Heilig- 
thum 6), so wie zu Athen 7), wo ihnen ein jährliches 
 Ideler IIandb. der Chronol. Bd. 
2] I-Iom. Il. 41', 450. 
3) lbid. 2', 749. 9', 393. 
4) Hcsiod. Theog. 901 sq. Pind. 1 
Apollod. I, 3, l. 
ä) Pausan. V, 15, 3. 
ü) Ibid. II, 20, 4. 
7) Philochor. ap. Athen. Deipnos, 
243- 
01a" 
561. 
Lib.
        

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