Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1030683
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er nicht allein die bisherigen Namen, sondern auch die 
Bilder der Sterne sämmtlieh verworfen und christliche 
Figuren an deren Stelle gesetzt hat. Von seiner christ- 
lichen Benennung der Planeten ist schon früher (S. 245.) 
die Rede gewesen; den Thierkreis lässt er die zwölf 
Apostel einnehmen, mit Rücksicht auf deren Symbole 
er die neuen Unterscheidungszeichen der Bilder wählt, 
in folgender Ordnung 1): 
Alter Name. Altes Zeichen. Neuer Name. Neues Zeichen. 
Widder 'V' Petrus Schlüssel 
Stier 8 Andreas Andreaskreuz 
Zwillinge  Jacobus maj. Bischofsstab 
Krebs 6:0 Johannes Ev. Becher 
Löwe Q, Thomas Spiess 
Jungfrau ITP Jacohus min. Prügel 
Waage i Philippus Kreuz 
Scorpivn m, Bartholomäus Messer 
Schutz I Matthäus Hellebarde 
Steinbock z Simon Säge 
Wassermann  m Judas Thaddäus Keule 
Fische  Matthias Beil. 
Den südlichen Sternbildern giebt er Figuren und Namen 
aus dem Alten Testament,  den nördlichen aus dem 
Neuen Testament und der Kirchengeschichte. S0 macht 
er aus dem Schiff Arge die Arche Noah 1), aus dem 
s. Scheibel Einleit. zur mathem. Bücherkenntn. Stück XIX. 
S. 209-212. Das Werk ist selten, ein Exemplar in der Univ. 
Bibliothek zu Breslau. 
1) Schiller l. c. p. 21. bei Hevel an dem gleich anzuführenden 
Ort p. 14. und bei Semler Astrognos. nov. S. 161 ff. 
2) Zuvor ist die Umgestaltung einiger Sternbilder neuem Ursprungs 
(die zuerst in Bayers Uranometrie, 1603. vorkommen) zu be- 
merken: nehmlich aus dem Paradiesvogel, dem Chamäleon und 
der südlichen Fliege macht er die Eva und aus dem fliegenden 
Fisch den Abel.
        

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