Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1030387
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Dichter, der die Ahndungen zu deuten weiss, womit der 
unsterbliche Zug der Gestirne, gleich dem Hauch, der 
über die Aeolsharfe geht, das menschliche Gemüth erfüllt. 
S0 hat Shakspeare ihrer sich angenommen nach einer 
Auffassung, die an Dante erinnert, im Kaufmann von 
Venedig 1): 
Sieh, wie die Himmelsilur 
Ist eingelegt mit Scheiben lichten Goldes! 
Auch nicht der kleinste Kreis, den du da siehst, 
Der nicht im Schwunge wie ein Engel singt 
Zum Chor der hellgeaugtexi Cherubim. 
S0 voller Harmonie sind ew'ge Geister: 
Nur wir, weil dies hinlälVge Kleid von Staub 
Ihn grob umhüllt, wir können sie nicht hören. 
Aber die Engel hören sie, wie nehmlich im Prolog des 
Faust Goethe den Erzengel Raphael im Himmel das Lied 
anstimlnen lässt: 
Die Sonne tönt nach alter Weise 
In Brudersphiiren Wettgesang. 
Auf diese Dichtung aber darf auch der zeichnende 
Künstler merken, den sie beim Entwurf üherirdischer 
Seenen erinnern wird, mit welchen Bildern für Auge und 
Ohr der l-limmelsraum erfüllt ist. 
Sterne , 
insbesondere 
die 
Sternbilder 
des 
Thierkreises. 
Mit der Geschichte der Namen und Figuren des 
Planetenhimmels geht die des Fixsternhimmels parallel, 
welche sowohl in kunstgeschichtlicher Hinsicht noch weiter 
sich ausbreitet, als auch nicht minder einen anziehenden 
Gegenstand theologischer Forschung bildet. 
3 
 Aufz. 
S. 230. 
1 Scene. 
1 Scene. Shaksp. Werke von Schlegel u. Tieck Bd. VI. 
Er erwähnt sie auch in "Was ihr wollt", III. Aufz. 
Bd. V. S. 150.
        

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