Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1029919
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Zeichen 1).  Von der andern Art ist ein Medaillen von 
Clemens von Urbino auf Friedrich von Montefeltro Her- 
Züg von Urbino vom J. 1468 mit der Umschrift: 
Mars ferus et sunnnuln tangens Cytherea Tonantem 
Dant tibi regna pares et tua fata movent; 
worauf eben nicht die Figuren dieser Gottheiten, sondern 
nur ihre Planetenzeichen, wohl nicht ohne astrologische 
Anspielung, angegeben sind 2). 
Aber jetzt kommen auch die Planetengötter zur 
Darstellung und werden immer häufiger ausgeführt,  
V0rerst jedoch in jeder andern als in einer kirchlichen 
Beziehung. Es ist das im Lauf des 15. Jahrhunderts 
hßrrschend werdende Interesse für das klassische Alter- 
lhum, seine Literatur und seine Mythen, welches auch 
Jene Bilder hervorruft. 
1. In solchem Zusammenhang kommen sie schon 
gegen Ende des 14. Jahrhunderts vor in Begleitung jenes 
mythologischen Romans Othea, verfasst von Christine de 
Pise um 1397, von dem früher (oben Th. I. S. 417.) die 
Rede gewesen ist. Die gothaer Handschrift desselben enthält 
die Gemälde der Planetengötter in dieser Folge: Jupiter, 
Venus, Saturn, Apollo, Luna, Mars und Mercurius 3):  
die Venus ist dadurch charakterisirt, dass sie Herzen 
auf die Männer herabwirft; sonderbarerweise erscheint 
der Planet Jupiter als eine in den Lüften auf einem blauen 
Bßgen sitzende Göttin, welche von drei knieenden Männern 
und eben so viel Frauen angebetet wird. 
Weiter tritt dabei das astrologische Interesse ein, 
Wonach solche Darstellungen beliebt wurden, welche das 
 Ettmüller a. a. 0. s. 373. 
2) S. oben Th. I. s. 313. 
a) Rüf-hgeber Annalen der Niederländ. Malerei 
1520) S. 31. n. 6_l2.  
1400-
        

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