Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1029766
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der Reihe genannt mehrentheils mit genealogischer Um- 
schreibung ihrer Götternamen 1), nehmlich:  
der Mond die Tochter der Latona, 
ETC l" 
genug äliilääe l nach ihrer Mutter, 
die Sonne Sohn Hyperion's, 
Mars Sohn g des Jupiter 
Saturn Vater ' 
und Jupiter. 
 Auch auf die Eigenschaften eines Theils dieser Gott- 
heiten geht der Dichter ein, indem er die Bedeutung der 
Planeten schildert. Einestheils nehmlich erkennt er einen 
Einfluss an, den sie auf Erden ausüben, da sie jeder 
eine verschiedene Kraft von den Engeln, von denen sie 
regiert werden, empfangen haben 2). Anderestheils be- 
dingt der verschiedene Charakter der Planeten eine Ver- 
schiedenheit unter den Seligen, die auf ihnen ihren Wohn- 
sitz erhalten. Beides aber wird zum Theil nach den Eigen- 
schaften der Gottheiten bestimmt, deren Namen die Planeten 
führen. S0 reizt der Stern der Venus (Cytherea), selbst 
nimmerdar von Liebesgluth erhellt" 3), zu irdischer Liebe; 
und die, welche ihr einst gefröhnt haben, kommen nach 
gesühnter Schuld in diesen Stern,  wie zwei Bewohner 
desselben erklären4): 
Ich, einst Cunizza, glänz" in diesem Stern, 
Denn seines Schimmers Reiz besiegte mich; 
und 
Mich hiessen F olco meine Zeitgenossen 
Und diesen Stern schmückt meine Freudigkeit, 
Wie dort sein Licht sich in mein Herz ergossen: 
1) Dante Parad. XXII, 139-146. Doch verwahrt er sich gegen 
diese Benennung, zu der in astrologischem Wahn die alte Welt 
sich verirrt habe, Parad. IV, 61-63. s. oben Th. I. S. 258. 
2) Ibid. II, 118 ü". VIII, 99. 
a) m. Purg. xxvn, 96. 
4) Id. Parad. IX, 32. 33. und 94 II. Streekf.
        

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