Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1029617
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Sternen übersäet, in deren Mitte der. Mond steht, und 
rings am Saume eine Einfassung von Blumen und Früchten, 
die in Büscheln herabhängen. Von diesen Gewändern 
wählt, welches Euch am besten gefällt. Die Arme lasst 
bloss sein, die Aermel weit; in der Rechten halte sie 
eine brennende Fackel, in der Linken einen schlaffen 
Bogen, der nach Claudius 1) von Horn, nach Ovid 2) von 
Gold ist. Zeichnet ihn wie ihr wollt und hängt ihr den 
Köcher über die Schulter. Im Pausanias 3) findet man 
sie mit zwei Schlangen in der Linken, im Apulejus 4) 
mit einer vergoldeten Vase, deren Henkel eine Schlange 
bildet, die von Gift angeschwollen scheint, und deren 
Fuss Palmblätter zieren. Hiermit aber, glaube ich, will 
er die Isis bezeichnen und entscheide mich deshalb, dass 
man ihr den Bogen in die Hand gebe. Ihr Wagen werde 
von einem schwarzen und einem weissen Bosse gezogen 5) ; 
gefällt Euch aber Veränderung, so kann es auch nach 
Festus 6) ein Maulthier, oder können es nach Claudius 
und Ausonius T) ein paar Stiere sein, diese müssen jedoch 
kleine Hörner und an der rechten Seite einen weissen 
Fleck haben." 
S. 480 
Planeten. 
Die heidnische Betrachtung der Gestirne nimmt eine 
zwiefache Richtung, sofern sie entweder das Wesen oder 
1) Claudian. Bapt. Proserp. Lib. II. v. 206. 
2) Dies beruht auf Missverständniss. Ovid. Metam. Lib. l. v. 697. 
giebt gerade der Diana einen Bogen von Horn und im Unter- 
schied davon der Nymphe Syringa einen von Gold. 
a) Pausan. l. c. 
4) Apulej. 1. c. c. 4. 
b) Nach Schol. Germanic. Prognost. bei Arat. ed. Buhle Vol. ll. 
p. 111. 
ü) Festus De verb. signif. v. mulus. 
 S. oben S. 117. Anm. 4. 
        

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