Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1029596
197 
daille zum Regierungsantritt dieses Philipp vom J. 1557 1) 
Atlas die Weltkugel tragend vorgestellt ist, mit der Auf- 
schrift: ut quiescat Atlas. Eine ähnliche Symbolik ent- 
hält ein Scudo Karl's I., Herzogs von Mantua, vom J. 1632 2): 
man sieht auf seiner Kehrseite unten einen Abschnitt der 
Erdkugel, von Wolken umgeben, darüber einen Theil 
des Thierkreises mit zehn Sternen, welche über und unter 
demselben stehen, während in dessen Mitte die Sonne 
erscheint, aber nur als ein Gesicht von vorne, von welchem 
Strahlen ausgelm; die Unterschrift lautet; Nec retrogra- 
dior, nec devio.  S0 sind auch beide Himmelskörper 
als Gesichter, die Sonne von vorne, der Mond von der 
Seite in einem ganzen Kreise, vorgestellt auf der Krönungs- 
münze Kaiser Rudolphs II. vom J. 16123): die Sonne 
oben zur Linken, der Mond unten zur Rechten stehend 
l) Von Giov. Paolo Poggini, s. Bolzenthal Skizzen zur Kunst- 
geschichte der modernen Medaillen-Arbeit S. 154 mit Abbild. 
Taf. XIV. Ein Exemplar (in Silber) in der K. Sanunl. zu Berlin; 
auch in der Reichelschen Münzsamml. in Petersburg Th. VIII. 
S. 28. n. 156. 
2) Ein Exemplar in der K. Sammlung zu Berlin; auf einem zweiten 
daselbst befindlichen Exemplar ist die Jahreszahl nicht deutlich 
zu erkennen. Zwei Exempl. in Gold vom J. 1628 in der K. 
K. Samml. zu Wien, s. Arneth Beschreib. der im K. K. Münz- 
und Antiken-Kabinette zur Schau ausgelegten Münzen u. Me- 
daillen S. 44. n. 110. 111.  
3) In der K. Samml. zu Berlin sind von derselben ein Exempl. in 
Gold und drei in Silber, die letztern drei von verschiedener 
Grösse, und zwar die grösste silberne gleich der goldenen: auf 
allen enthält der Bevers in gleicher Weise die obige Vorstellung; 
der Avers aber bei der mittleren in Silber eine Inschrift, wäh- 
rend er bei den drei andern das Brustbild des Kaisers zeigt. 
Die K. K. Samml. zu Wien enthält zweimal ein Exempl. in 
Gold so wie in Silber, s. Arneth a. a. O. S. 9. n. 114. 115. 
S. 32. n. 636. 637.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.