Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1028981
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Lampen der Name Florens sich findet 1). Die beiden 
letzten Buchstaben sind jedoch nicht ganz deutlich: es 
könnte auch FLORENS oder FLOREAS heissen. Dieser 
Ausdruck aber erinnert an die Inschrift einiger Münzen 
aus der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts: Flurens semper 
und Floreas sempcrz),  eine Formel, die sonst auf 
christlichen Denkmälern nicht gebräuchlich ist 3). Wäre 
dies also der Sinn jener Inschrift; so dürfte man wohl 
annehmen, dass die Lampe derselben Zeit, der ersten 
Hälfte des 6. Jahrhunderts, angehört,  was auch der 
Arbeit derselben ganz entsprechend scheint. 
In den nächstfolgenden Darstellungen Christi mit 
den Figuren von Sonne und Mond erscheinen diese un- 
persönlich, höchstens als Köpfe. 
Zunächst in dem vorhin (S. 127) erwähnten syrischen 
Evangeliarium vom J. 586, welches die Bilder der Kreu- 
zigung und der Auferstehung enthält. In dem letztern 4) 
ist Christus vorgestellt in einer Mandorla, getragen von 
zwei Engeln und von dem feurigen Wagen mit den Thieren 
aus dem Gesicht des Ezechiel: daneben in den Ecken, 
1) Passeri Lucern. T. II. Tab. XlX. CIV. 
z) Die erstere auf einer Münze Justirfs I (518-527) bei Banduri 
Numism. T. II. p. 627. Eck hel doctr. numm. T. VIII. p. 207: 
doch ist die Münze, von der kein zweites Exemplar bekannt 
ist, unsicher;  die andere auf einer Kupfermünze des ost- 
gotbischen Königs Badvila (541-552) bei Friedländer Die 
Münzen der Ostgothen S. 50. Taf. II. (Badvila,  vergl. S. 12. 
und (über jene Münze Justin's) S. 15. 
B) Dagegen findet sich der Ausdruck Valentine lloreas in deo als 
Aufschrift eines heidnischen Kalendarium um 354, von welchem 
oben S. 23. die Rede gewesen ist, s. Kollar Anal. Vindob. 
T. I. zu p. 961. 
4) Bei Assemani l. c. Tab. XXIV. und nach einer genauen 
Durchzeichnung des Originals bei d'Agincourt Pitt. Tav. 
XXVII. fig. 1.
        

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