Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1028841
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tinischen Museum 1). In der Regel ist das Haupt des 
Sonnengottes mit Strahlen umgeben, deren Zahl sich auf 
sieben, oder auch sechs, acht, neun bis eilf beläuft 2); 
zuweilen aber gehen ungezählt Lichtzacken rings umher, 
einen Nimbus, mit dem es geschmückt ist, erfüllend 3). 
Die Mondgöttin hat die Sichel, entweder über dem Haupt 
schwebend 4), oder das Haupt erscheint über oder zwischen 
den aufwärts gerichteten Hörnern derselben, sei es, dass 
bei Brustbildern diese Sichel an den Schultern angebracht 
ist oder dass die iVlondgestalt als Büste oder Kopf nach 
unten durch die Sichel abgeschlossen wird 5).  Endlich 
findet sich auch die Sonne als ein Gesicht mit (9) Strah- 
len in einem Rund gebildet (während der Mond durch 
einen Stierkopf bezeichnet ist) auf dem Felsenrelief bei 
Sehwarzerd in den Vogesen ü)  und vielleicht selbst 
die Sonne nur als eine Scheibe mit (10) Strahlen, der 
Mond als Sichel mit Andeutung eines Profilgesichts auf 
 Gori Mus. Florent. T. II. p. 125. Tab. LXXVIII, 1. Zoega 
Abhandl. von Welcher S. 151. n. 37. S. 178 f. 
2) Sieben Strahlen auf einem Denkmal im vatie. Museum (Hof 
des Belvedere), bei Lajard l. c. P1. LXXVIII, 2; so wie auf 
den Reliefs der Villa Altieri und von Heddernheiln. Neun Strah- 
len auf den Reliefs im Museum Chiaramonti und von Mauls in 
Tyrol. Eilf Strahlen auf Reliefs in Verona und Rom, s. Zuega 
a. a. O. S. 168. Vergl. überhaupt Habel in d. (S. 120. Anm. 6.) 
angef. Annalen Bd. ll. H. 3. S. 171-173. 
3) Auf den Reliefs in der battyaniscben Samml. in Carlsburg und 
im li. Museum zu Stuttgart, s. S. 121. Anm. 6. 8. 
4) Wie auf den beiden letztgenannten Reliefs und auf dem Relief 
im Museum Chiaramonti (S. 121. Anm.  
5) Das erstere auf den Reliefs in der Villa Altieri und von Mauls 
in Tyrol;  das andere auf den Reliefs im Hof des Belvedere, 
in Villa Albani, im Louvre (S. 121. Anm.  Vergl. Habe! 
a. a. O. S. 180. 
u) Schöpflin Alsat. illustr. T. l. p. 502. Tab. IX. Lajard l. c. 
Pl. LXXXV. Vergl. Welcher zu Z0ega's Abhandl. S. 410 f.
        

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