Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in’s sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1027018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1028489
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welche Himmel (oder Sonne und Mond), Erde und Meer 
in Person vorgestellt enthalten. 
Einen Uebergang zu der Lehre von den vier Ele- 
menten macht die Erwähnung des Feuers vom Himmel 
oder des Feuers, welches von Jehova ausging 1), theils 
als ein Gnadenzeichen, ein Gott wohlgefälliges Opfer zu 
verzehren, wie bei dem ersten Opfer Aarons, dem Opfer 
zur Einweihung des Salomonischen Tempels, dem Opfer 
des Elia (3 Mos. 9, 24. 2 Chron. 7, 11. 1 Kön. 18,  
theils als ein Strafmittel, Sünder zu vertilgen (3 Mos. 10, 2. 
4. Mos. 16, 35. 2 Kön. 1, 10. 12.   wie auch im 
zweiten Briefe Petri das Feuer als das Element genannt 
wird, worin Himmel und Erde am Tage des Gerichts 
aufgelöset werden (2 Petr. 3, 7. 10.   Hieraus 
lassen sich, da die Vögel des Himmels auf das Element 
der Luft deuten, die vier Elemente zusammenstellen. Doch 
ist die Zusammenstellung in der heiligen Schrift selbst 
nicht ausdrücklich gemacht. 
Vielmehr ist die Lehre von den vier Elementen 
aus dem heidnischen Alterthum auf die Kirche überge- 
gangen.  
 2. Nachdem in der ionischen Philosophie einzelne Ele- 
mente zum Princip derDinge erhoben waren, stellte zuerst 
Empedocles die Lehre auf von den vier Elementen, Feuer, 
Luft oder Aether, Wasser, Erde, die er für Wurzeln aller 
Dinge und für göttlich, das heisst unvergänglich, erklärte 2); 
wogegen die Pythagoreer, namentlich Philolaus, nach der 
Zahl der regelmässigen Körper, welche ihnen für die 
 Beide Ausdrücke zusammen bei Hiob l, 16: Feuer Gottes fiel 
vom l-Iinlmel. 
2) Empedocl. v. 56. p. 92. Karsten. Vergl. Krische Die 
theolog. Lehren der griech. Denker S. 125.
        

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